Das Chaos ist perfekt, eine Krise mit erheblichen Folgen!

 

Tage der Krise liegen hinter uns und weitere vor uns. Jeder Tag bestimmt durch Gedanken wie, wir müssen durchhalten! Heute noch durchhalten! Ich verspreche euch, es wird besser!
Du willst uns versprechen das es besser wird? Woher willst Du das denn wissen? Gerade Du, die die keine Ahnung von irgendwas hat. Kümmer dich doch einfach um deinen scheiß und lass uns in ruhe!
Ja Du hast recht! Ich habe keine Ahnung aber ich weiß das ich die Hoffnung nicht aufgebe! Ich weiß das ich weiter daran festhalten möchte das es besser werden kann. Wir müssen nur endlich einen gemeinsamen Weg finden! Wir müssen zusammen dafür kämpfen das es besser wird! Ich möchte die Hoffnung noch nicht aufgeben! Bitte!!!

Ein kleinerAusschnitt von dem was sich in unserem Kopf abspielt. Ein winzig kleiner!
Unter anderem herrscht in uns große Verzweiflung. Viele weinen, andere verkriechen sich, wieder andere streiten darüber ob wir die Freundschaft zu unserer besten Freundin aufrecht erhalten können.
Wie sollte es anders sein, sie ist ebenfalls multipel. Über die Jahre haben sich zwischen Leuten von uns und ihnen Freundschaften entwickelt! Sie sind uns sehr wichtig geworden, vielen von uns. Es ist Systemübergreifend und somit ein schmerzliches Thema. Warum?
Es ist viel passiert, das würde sich hier nicht in Kürze zusammenfassen lassen.
Nichts von dem was passierte hat oder hatte mit uns zu tun. Dennoch führte es uns nun in eine große Krise.
Wir sind mit unseren größten Ängsten konfrontiert, Verrat, Vertrauensmissbrauch, Allein sein, belogen oder getäuscht werden, Verlust.
Die erst genannten Ängste haben den Verlust zur Folge.
Nicht zwangsläufig, zumindest versuche ich das allen anderen Personen meiner Parallelwelten zu vermitteln, denn in uns knallt es bleiben sämtlichen bekannten und unbekannten Ebenen.

Was ist passiert?
Uns wurde (mal wieder) schmerzlich bewusst wie schnell man einem anderen das Leben zerstören kann.
Was bedeutete das für uns? Warum reagieren wir voller Panik?
Weil uns bewusst wurde das wir anderen Menschen, speziell unserer besten Freundin, Dinge aus unserem Leben anvertraut haben, mit denen sie uns vernichten könnten, wenn sie wollten.
Sie haben keinen Grund das zu tun. Allerdings sage ich das mit der Ebene des Verstandes, die Gefühlsebene sagt da etwas ganz anderes. Alles steht auf Flucht, auf Rückzug, auf Selbstschutz.
Irgendwas an der Situation hat uns getriggert. Wir mögen dieses Wort nicht, denn wir haben oft das Gefühl, es würde viel zu oft verwendet werden. Wir meiden das Wort aber in diesem Fall trifft es auf unsere Situation absolut zu.

Mir fällt gerade ein, es könnte eine Kombination aus zwei Dingen sein die zu diesem trigger führten.
Am Morgen mussten wir unsere ambulante Betreuung kündigen. Wir können es uns derzeit nicht leisten. Es sollte kein Problem sein, zumindest dachten wir das. Denn, wir hatten uns bis dahin schon längst eingeredet, wir bräuchten die Betreuung nicht, würden das auch alles allein schaffen, so krank sind wir ja nicht. Das soll niemanden abwerten, es ist eine Sicht unserer selbst.
In dem Moment in dem wir die Kündigung unterschrieben haben, brach hier das große weinen und Panik schieben aus. Mir liefen die Tränen und ich bin so schnell ich konnte ins Bad geflüchtet. Es war klar, innerhalb der nächsten Sekunden bin ich weg und jemand anders übernimmt den Körper. Hoffentlich jemand der stabil ist, schließlich haben wir doch nichts weiter getan als die Kündigung zu unterschreiben. Das war abgesprochen, keine plötzliche Entscheidung, dennoch brach Panik aus. Panik nun alles allein schaffen zu müssen. Alles was wir doch gerade gar nicht allein können. Aber wieder sollte der Verstand für Ruhe sorgen. Wir haben das früher doch auch allein geschafft, wir konnten das alles doch schon mal. Reißt euch doch bitte zusammen, zumindest solange bis die Betreuerin weg ist, bitte!
Während ich das versuchte innen zu verbreiten versuchte aussen jemand anders uns klar zu kriegen indem sie kaltes Wasser über die Arme laufen ließ.
Einigermaßen gefasst konnte das Gespräch zuende geführt werden.
Kurz danach realisierten wir, wer oben schon beschrieben, wie schnell man jemand anderen, über den man zuviel weiß, zerstören kann.
Als Folge haben wir den Drang uns von unserer besten Freundin abzuwenden. Nicht weil wir sie nicht ohne Ende lieb haben, nein das wäre zu einfach. Sondern weil wir das Gefühl haben nicht anders zu können. Weil es ein Fehler war jemandem soviel über uns anzuvertrauen! Panik, nichts als Panik! Wir werden sterben, untergehen, denn wir haben gesprochen.
Die letzte Therapeutin beendete eine Stunde nachdem man ihr Namen von Tätern nannte die Therapie.
Warum fällt uns das nun wieder ein?
Angst verlassen zu werden, Angst allein zu sein. Allein in einer Situation in der wir absolut jemanden an unserer Seite brauchen.
Wir stoßen jemanden von uns den wir sehr lieben, aus Selbstschutz!
Dieser Selbstschutz richtet Schaden an! Könnt ihr das denn nicht sehen? Wir machen uns allein, spüren es, verzweifeln daran, leiden. Aber wir müssen uns doch schützen?! Was ist wenn sie uns irgendwann nicht mehr zur Seite stehen und dann das Wissen gegen uns verwenden. Sie werden es nicht! Aber was ist WENN? Selbstschutz und alles bricht weg! Oh nein, ich kämpfe noch!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: