Und täglich grüßt das Murmeltier

Und täglich grüßt das Murmeltier.
Die selben Fragen, die selben Phrasen, eine Endlosschleife. Der nicht abzustellende sekündlich tropfende Wasserhahn. Alle drei bis vier Wochen dreht man als Folge dessen durch, erträgt die Fragen nicht mehr, kann den tropfenden Wasserhahn nicht mehr ignorieren und verdrängen.

Nun gut, ich löse auf.

Entscheidung/en

Bei dem Wort, dem Gedanken allein wird uns schwindelig! Alles beginnt sich zu drehen, ein durcheinander der ersten Kategorie bricht aus, Schreie dringen durch zerbröckelte Mauern, Massen setzen sich eilend in Bewegung, es stürmt und der Boden wackelt und mittelgroße Krater reißen auf!

Im schlechtesten Fall steht jemand draußen vor den Toren unseres Systems der möglichst bald eine Antwort fordert. Der es tatsächlich gewagt hat uns eine Entscheidung zu überlassen, schlimmer noch, es gewagt hat uns eine Frage zu stellen, die einer Entscheidung bedarf.

Das war natürlich noch nicht alles. Zusätzlich und zwar nur wenige Sekunden versetzt, geht die Spirale weiter. Wir schämen uns dafür so unfähig zu sein, nicht einmal eine einfache Entscheidung treffen zu können. Wir machen uns fertig, weil wir innerlich in Panik geraten, der ein oder andere gerät in Todesangst, verfällt in Starre, schreit und brüllt um zu vermeiden das ein Fehler begangen wird. Nämlich, eine falsche Entscheidung treffen. Und wer auch immer in diesem Fall draußen festhängt hat alle Hände damit zu tun dort zu bleiben, dem Gegenüber noch eine einigermaßen angemessene Reaktion zu liefern, im Zweifel wird dann verzweifelt rumgestottert, wohl in der großen Hoffnung einem würde diese Entscheidung doch noch abgenommen werden.

Man wird sich denken können, dass dies kein angenehmer Zustand ist.
Dabei soll es dann aber nicht bleiben. Nein, es gibt auch da diese so genannten Kettenreaktionen.
Abgesehen davon, dass es auch im nachhinein andauert bis der Sturm und die Massen sich wieder beruhigt haben, ist es nicht förderlich für das so genannte Selbstwertgefühl, wenn man zig mal täglich mit solch gravierenden Mängeln seiner selbst und soviel Unfähigkeit konfrontiert ist.

Oben beschriebenes können wir allerdings auch komplett allein. Ohne einen Gegenüber der etwas von uns möchte. Und da wären wir dann auch bei den Entscheidungen mit den weitaus gravierenderen Folgen.
Entscheidungen über weitgreifende Dinge, so genannte Lebensentscheidungen. Über Dinge bei denen man sich Fragen muss ob man mit der getroffenen Entscheidung auch wirklich Leben kann oder ob sie nicht gleichbedeutend mit dem Ende des daseins ist. Und entscheidet man anders, offensichtlich richtig, kann auch das am Ende ein absolutes Verhängnis sein.

Und gleichzeitig kann auch all das nur eine Ausrede sein, um sich vor einer Entscheidung zu drücken…

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