Hope defies all agony

In den letzten Tagen pendelt es hier immer wieder zwischen, wir schaffens irgendwie und alles wird gut und dem Bedürfnis nach Ende. Aber es ist eben eigentlich kein tatsächliches Ende was man möchte. Es ist ein Leben was man möchte, ein Ende für den Anfang, ein Beginn von Freiheit.

Im Bezug auf unsere RGpG (RiGaG) und unseren Ausstieg ist nun erstmal wichtig eine bestimmte Zeit zu überstehen und zu umgehen bzw. Kontakt zu umgehen.

Und es fällt schwer, es fällt wirklich sehr schwer und teilweise selbst denen von uns, die ansonsten mit den Ideologien der RGpG keinerlei Schnittstelle aufweisen. Dennoch ist unterschwellig so ziemlich bei fast jedem hier die Angst vorhanden eine falsche Entscheidung zu treffen. Aber genau das ist es wohl worauf man abgezielt hat, soviel Bindung und Interesse schaffen, dass es nicht nur Täterloyale bindet, dass es vermeindlich Vorteile beinhaltet zu bleiben. Und dabei ist es eben tatsächlich nur vermeindlich, denn es würde gleichzeitig bedeuten die eigene Vorstellung von Leben abzugeben, aufzugeben und Leben wofür man bestimmt ist.

Vor einigen Tagen hat uns die Therapeutin unseres Sohnes gefragt wie wir derzeit mit dem enormen Druck umgehen würden. Nun, darauf eine Antwort zu finden war gar nicht so leicht. Wir haben keinen Umgang damit, es sei denn man rechnet Verdrängung mit zu den Methoden des Umgangs. Wir pendeln zwischen Verdrängung und Zusammenbruch, ein ständiges hin und her. Um einen Funktionsmodus, sofern man in unserem derzeitigen Zustand überhaupt noch von Funktion sprechen kann, aufrecht zu erhalten wird weggeschoben. Solange bis dieser eine Tropfen das Fass zum überlaufen bringt und die Realität uns einholt. Dann wirds schwierig und auch dann kann man von Umgang nicht sprechen, denn dann sind wir uns selbst ausgeliefert, vor allem aber der Angst.

Angst ist ein grundsätzlicher Begleiter unserer selbst. Wirkliches losgelöst sein, angstfrei sein, gibt es kaum.
An dieser Stelle senden wir ein liebevolles Zwinkern an die Schulungsleitung der Kräuterfee, denn sie lernt fleißig und lässt uns an ihrem gelernten teilhaben. Als Folge dessen gibt es Augenblicke in denen wir loslassen können, in denen wir destruktives verschieben können und es nicht mehr so drängt sich selbst zu schädigen.

Die Überschrift sagt in wenigen Worten wie wir die letzten (fast) 30 Jahre unseres Lebens überlebt haben und gleichzeitig wie wir die nächsten Wochen und Monate überleben werden. Seit langem möchten wir uns tättowieren lassen und lang musste es warten, denn wir wollten uns sicher sein etwas stechen zu lassen, was Bedeutung hat für uns. Nicht nur für den Moment, nicht nur aus einer Idee heraus, sondern, weil es etwas aussagt.

Nun ist heute diese Entscheidung gefallen. Die Überschrift, hope defies all agony, wird der Satz unseres Tattoos werden. Gleichzeitig wird sich unsere engste Vertraute, denselben Satz stechen lassen, denn er hat und wird für uns beide immer von Bedeutung sein.

In den kommenden Tagen werden wir also zum Studio gehen und uns informieren. Wir freuen uns sehr darauf, es ist nochmal ein Zeichen was wir für uns setzten. Schön ist, dass wir von unserer früheren Arbeitsstelle noch einen Gutschein für die Tätowiererin haben und das vielleicht zum Teil für uns beide reicht. Wenn nicht werden wir zumindest nicht allzu viel noch drauf zahlen müssen.

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