Gefangenschaft

Die Gitterstäbe nehmen die Luft zum atmen
Bewegung ausgeschlossen.
Durch einen kleine Türspalt
dringt eine Ahnung von Licht.

Dunkelheit, umgeben vom Nichts,
rau scheuert der Boden,
geschundenes Fleisch,
wie Schmirgelpapier langsam durch.

Stechender Schmerz
durchdringt die Glieder,
ein Moment des Aufschreis
der in der Kehle erstickt.

Schweigen legt sich nieder,
der Körper vibriert
die Lippen verschlossen,
kein Laut mehr möglich.

Die Gitterstäbe,
der Käfig des Schweigens,
gefangene, gebrochene Seelen,
gefesselt im Nichts.

Das Wesen verstummt,
ihm ging alles verloren.
Geschunden, geschlagen,
in der Hölle geboren.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. schizoiert
    Dez 01, 2012 @ 13:10:07

    Wunderschön und einfühlsam geschrieben.

    Antwort

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