leicht psychotische Zustände

Heut nur ein kurzer Einblick ins unsere kleine verrückte Welt, denn viel werden wir nicht schreiben können. Jedes Wort ist anstregend, fordert Aufmerksamkeit, überfordert, strengt an.

Inzwischen sind wir wohl zu lang wach. Seit keine-Ahnung-man-weiß-nicht-mehr-wann schlafen wir nicht mehr. Nicht mehr stimmt nicht ganz, in der ein oder anderen Nacht haben wir es dann doch mal für ne Stunde bis anderthalb geschafft die Augen zu zu kriegen. Das ist aber deutlich zu wenig und zehrt enorm. Dieser enorme Schlafentzug führt zu heftigster Anspannung, kleinen bis mittelgroßen Halluzinationen, innerer Kälte, Zittern, Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfen.

Wir haben Hunger, können  seit keine-Ahnung-man-weiß-nicht-mehr-wann kaum noch essen, der Magen verkrampft, uns ist übel. Gegen den Hunger trinken wir Cappuccino, meistens gehts, manchmal führt es uns auf direktem Wege ins Bad und schlägt den Rückweg ein.

Jetzt hätte ich aber wenigstens gern den Wunsch offen und möchte in den Halluzinationen rosa Elefanten fliegen sehen, die mir freundlich zuwinken. Statt dessen seh ich fremde Gestalten, höre Schritte, Türen die sich öffnen, der nicht vorhandene Dielenboden knarzt. Käfer kriechen über den Körper, Spinnen krabbeln durchs Haar, Fliegen beißen in die verklebten Wunden.

Nicht nett!

Da schleichen sich von ganz hinten, im Nebel versteckt, erneute Zweifel an. Heimlich schieben sie sich zwischen die anderen, unauffällig und plötzlich sind sie da.

So will ich nicht mehr. DAS ist kein Leben! Und nee, ich will jetzt nicht hörn, was es doch alles für tolle Gründe gibt, immer weiter zu kämpfen, ohne zu wissen ob es je besser wird!

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Orakel
    Jan 11, 2013 @ 07:28:23

    Kennst du die Geschichte von dem Junkie der clean werden wollte, weil er seine Sucht nicht mehr ertrug?
    Als er wegen des Cold Turkey so richtig am Boden war verfluchte er die Welt und sein Leben, denn es war ja alles scheiße. Dabei war sein Leben gar nicht übel gewesen, die Sucht und der Entzug waren es nur.

    Antwort

  2. seelenlabyrinth
    Jan 11, 2013 @ 08:39:56

    Hab Euch gelesen und wünsch Euch von ganzem Herzen, dass es bald besser wird. Kann verstehen, dass Ihr in dem Moment keine mutmachenden Worte hören wollt.

    Antwort

  3. strandkrabbe
    Jan 11, 2013 @ 09:25:36

    Hallo Ihr, nein, Worte die Gründe geben, warum es lohnt zu kämpfen, helfen sicherlich grade gar nicht. Auch wenn das ganz schlimm und unaushaltbar ist, was jetzt gerade passiert. Es wird wieder aufhören. Die Zeit wird weitergehen, Sekunde für Sekunde, und irgendwann ist der Moment da, wo es wieder anders ist. Und der kommt, der ist bestimmt schon oft irgendwann gekommen. Nur das Wissen darum ist grade im Nebel verschwunden.
    Wir denken an euch.

    Antwort

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