Viel zu-viel zerstört…

Abgrenzung… enttäuschtes Vertrauen… Schutzmauer… Kälte… Schweigen… verschlossene Lippen… Einsamkeit…

„Wir müssen das nicht, wir müssen nicht wieder gar nicht glauben. Wir müssen nicht wieder gar nicht vertrauen. Bitte hört nicht auf, macht nicht wieder ganz zu! Das muss nicht der einzige Weg sein! Wir können einen Mittelweg finden, mehr als nur schwarz- weiss, mehr als nur ganz oder gar nicht. Vielleicht müssen wir ein bisschen vorsichtiger sein, noch besser aufpassen, noch mehr prüfen… aber bitte, bitte nicht wieder ganz verschließen!“

Mit aufgerissenen Augen werde ich angestarrt. Ob ich sie noch alle habe, ob mir denn nicht bewusst wäre wie schlimm das ist, ob ich das wieder in Ordnung bringe, werde ich wütend und ungläubig angegiftet. Ich immer mit meinem scheiß Optimismus, was soll das schon bringen?! Läuft es doch immer wieder aufs selbe raus.

Inzwischen bin ich müde geworden. Nehme ihr das Messer, mit dem sie auf dem Boden in der Ecke sitzt, aus der Hand und wiederhole in der Endlosschleife, dass das alles kein Grund ist nicht weiterleben zu können, dass sich das irgendwann nicht mehr so schlimm anfühlt, dass es passieren kann, dass man enttäuscht wird. Das wir nicht allein sind, selbst wenn es sich so anfühlt (und frage mich gleichzeitig, ob ich mir nicht selbst etwas vormache).

Worte sind Schall und Rauch. So viele Menschen haben uns gesagt, wir könnten ihnen vertrauen, so viele haben es uns immer wieder versprochen. Taten zeigten das Gegenteil! Schall und Rauch…

Irgendwann kommt er immer, der Moment in dem das Vertrauen enttäuscht wird. Ist auch gar nicht so schwer, denn es geht viel zu schnell… viel zu schnell… viel zu-viel… zerstört!

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Anonym
    Feb 06, 2013 @ 21:30:27

    Hallo ihr, ja es ist leider so das viele Menschen das Vertrauen brechen aber das liegt nicht an euch, es ist eine Erfahrung die alle machen und die extrem schmerzhaft ist aber es ist kein Grund sich deshalb umzubringen. Das sage ich jetzt lapidar und platt und ich weiß wie scheisse sich das im Angesicht dessen wie es sich anfühlt, anhört. Aber es gibt doch auch Menschen die euer Vertrauen nicht gebrochen haben, die sind es wert – nicht die anderen.

    Antwort

  2. Anonym
    Feb 06, 2013 @ 23:08:26

    Gibt es denn keine einzigste Person mehr bei der ihr euch sicher sein könnt?

    Antwort

    • Mosaiksteinchen
      Feb 07, 2013 @ 00:01:37

      Wahrscheinlich schon auch wenn die Erwartung gerade ist, dass alles nur Show ist. Hat mit Realität wohl nicht mehr viel zu tun. Dämliche Kettenreaktionen… dämliche…
      Ist der erste Stein gefallen, lässt sich die Dominoreihe nicht mehr stoppen. Versucht man dazwischen zu springen, haut man damit mindestens drei neue Steine um die dann gleich die nächsten mit sich reißen…
      Ein wunderbar gefundenes Fressen für täterinfiziertes Denken. Ist ja nicht so, dass die nicht gleich die Situation für sich zu nutzen wissen 😉

      Antwort

  3. Orakel
    Feb 07, 2013 @ 07:23:28

    Dabei müssten doch gerade die Täteridentifizierten sehen können wie sehr sie selbst beschissen worden sind…

    Der leichteste Weg einen Menschen nicht zu enttäuschen ist ihm nichts zu versprechen. Aber gerade so einem Menschen würde ich nicht wieder vertrauen.
    Vertrauen bedeutet ein Risiko, etwas zu versprechen nicht weniger.
    Es sind die Momente da das Vertrauen oder das Versprechen nicht vergeblich war, für die sich das Risiko lohnt. Selbst wenn Vertrauen enttäuscht oder ein Versprechen ausgenutzt wurde, kann das manchmal noch gerichtet werden. Dann ist ein noch tieferes Vertrauen die Folge.

    Was wäre denn die Alternative zu dem Risiko? Niemandem zu vertrauen?
    Welches Leben wäre das denn: Einsamkeit, Isolation, Kälte und Tod. Das ist kein Leben. Die Enttäuschung gehört zu den Menschen so wie die Hoffnung, so wie die Freundschaft oder das Versagen.

    Als ich gelernt habe das es nicht wichtig ist ob, oder wann, oder wie Vertrauen endet, bin ich frei geworden.
    Egal wie tief die Wunden sind die geschlagen werden, das Risiko ist es trotzdem wert. Die Momente die unser Vertrauen belohnt wird, die halten uns am Leben.

    Antwort

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