Das Spiel mit dem Feuer

EWann nimmt das endlich ein Ende? Es muss doch auch mal wieder besser werden, oder?

Überall wo wir hingucken sehen wir nur Krisen. Bei uns selbst geht es mehr bergab als bergauf, bei Freunden und Bekannten sieht es kaum leichter aus. Die nächsten Wochen werden auf keinen Fall leichter, nein eher im Gegenteil. In einer Woche steht Ostern schon vor der Tür. Wie immer, ganz plötzlich und durch Zufall bemerkt. Geplant haben wir noch gar nichts für die Zeit und auch noch gar keine Ahnung. Und wieder wird es ein Kampf zwischen Normalität und Realität. Die Realität darf nicht aus den Augen verloren werden, genauso aber das achten auf Normalität und funktionieren müssen. Wie gern würden wir einfach zu einer handvoll Pillen greifen und die Tage in einem medikamentösen Koma verschlafen, wie gern jeglichen Versuch an Feierlichkeiten teilzunehmen in Alkohol ertränken, wie gern die Programme, Ängste,Flashbacks, und Schmerzen mit Drogen ausser Gefecht setzen.

Ist all das was jetzt passiert nicht das was uns vorhergesagt wurde? Wir können gar nicht ohne, weil wir an uns selbst ertrinken, weil wir uns selbst zerstören und vernichten, uns gegenseitig ausliefern, uns selbst besser kontrollieren als alles andere.
Wir können gar nicht ohne, weil wir nicht überlebensfähig sind ohne die Entscheidungshilfen, ohne die Erlaubnisse, ohne die Kraft und Energie, ohne den Anker.

Und wir müssen ohne, weil wir nicht ertragen, was dort passiert, weder mit uns, noch mit anderen, weil wir an dem System zugrunde gehen und es uns gerade an Tagen wie diesen zerreißt nur zu wissen, was dort passiert, wie viele Menschen diese bitteren Kämpfe ertragen und aushalten müssen.

Wir fühlen uns zu schwach um dem entkommen zu können, zu schwach um weiter stehen zu können auch wenn unsere lächelnde Fassade wohl selbst im Totenbett noch erhalten bleiben wird. Zu schwach auch nur noch einen einzigen Schritt gehen zu können und zu schwach die kommenden Wochen zu überstehen.

Unrealistisch realistisch

Dieses Gefühl zieht sich aber je länger es anhält, desto schwieriger wird es nicht einfach den Kopf zu senken und sich einfach fallen und mitreißen zu lassen.

Diese Sehnsucht nach einem Ende ist kaum in Worte zu fassen. Die Sehnsucht nach einer Lösung, die Sehnsucht nach Ruhe, die Sehnsucht nach dem Tod, die Sehnsucht nach dem Leben, die Sehnsucht nach Stille, die Sehnsucht nach allein sein, die Sehnsucht nach Nähe, die Sehnsucht… kann so unglaublich schmerzhaft und zerstörerisch sein…

So schwer auszuhalten dieser ständige Kampf ums weiterleben. Jede Sekunde erneut die Entscheidung noch eine Sekunde länger auszuhalten oder auch nicht. Ein Spiel mit dem Feuer des Lebens! Das kann gefährlich heiß werden.

Advertisements

Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. Dane Redbeard
    Mrz 21, 2013 @ 02:02:28

    Tief in euch brennt ein Feuer. Ein Feuer, welches so stark ist, dass es all eure Rückschläge überdauert hat. Es ist noch immer da und brennt euch ein Licht in all das Dunkel. Selbst jetzt, in einer noch so schlimmen Verfassung lässt es euch nicht allein und zeigt euch, dass es ein weitermachen gibt.
    Gebt euer Feuer nicht auf, denn es hat euch auch nicht verlassen.
    Bleibt euch und euerm inneren Feuer treu und ihr werdet das Dunkel besiegen und mit erhobenem Haupt durch die Welt gehn, denn ihr habt euch nicht unterkriegen lassen.

    *Behutsam euer Feuer vor dem Wind schütz* Dane

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: