Nächtliche Gedanken

Ich bin traurig, sehr traurig und viele andere von uns ebenfalls. Einigen rinnen die Tränen wie Bäche aus den Augen, andere machen sich zu und zeigen kein Gefühl und dennoch spürt man hinter ihrer Mauer einen großen Schmerz, eine tiefe Traurigkeit, eine schreiende Verzweiflung, eine beißende Sehnsucht.

Es tut weh zu sehen und zu spüren, wie sehr wir uns gegenseitig im Weg stehen, wenn wir unterschiedlichen Vorstellungen nachjagen. Wie sehr der eine darunter leidet, dass ein anderer gerade nicht leiden muss.

Es gibt keine Systementscheidung, immer nur Einzel oder Kleingruppenentscheidungen.

So entstehen Verletzungen auf allen Seiten…
Das macht mich traurig.

Wer die Kontrolle hat beeinflusst unser aller Leben, nicht nur seinen kleinen Teilbereich.

Wer die Kontrolle hat entscheidet nicht immer gegen den Rest. Viele sind bemüht darum möglichst Wege zu gehen, Entscheidungen zu treffen oder Dinge zu sagen, die, ihrer Ansicht nach, Systemkonform sind. Das bedeutet häufig, nicht den Einzelwunsch zu beachten zu können, denn dann würde es zu keinen Entscheidungen kommen können. Einigkeit ist unmöglich.

Vorhin gab es ein Gespräch, ein sehr wichtiges mit einem sehr wichtigen Menschen. Es war weder geplant, noch abgesprochen, war okay aber dennoch nicht in Ordnung.

Denn es ist wieder nur eine Teilentscheidung. Eine die von manchen begrüßt wird, die anderen die Luft zum atmen nimmt und den Boden unter den Füßen entreißt, wieder anderen egal ist, manchen sämtlichen Lebensmut raubt. Und erneut bricht ein innerer Kampf aus…

Gerne würde ich alles wieder in Ordnung bringen, gesprochene Worte zurücknehmen, ihnen ihre Bedeutung rauben, Verletzungen ungeschehen machen.
Normalerweise würde ich genau jetzt alles versuchen um noch zu retten was zu retten ist.
Warum ich es heute nicht tue, vielleicht erst morgen, übermorgen oder auch gar nicht? Wer weiß, vielleicht mag ich nicht mehr, vielleicht fehlt mir die Energie, vielleicht steh ich diesmal auf der Seite derer, die das Gespräch führten, vielleicht gestehe ich mir auch nur ein, dass es Windmühlen sind gegen die ich ständig kämpfe, vielleicht bin ich zu mutlos. Vielleicht ist es auch nur die Erkenntnis, dass wir noch viel zu weit voneinander entfernt sind, als dass das wofür ich kämpfen wollen würde, irgendwann zu einem befriedigenden Ergebnis führt. Vielleicht nehme ich hin, das ich mein Ziel nicht erreichen kann.

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