Ein Wochenende zum entspannen oder so ähnlich…

Dieses nicht richtig da sein, ständig versinken, keine Kontrolle haben, verschwommen oder gar nicht wahrnehmen, kaum sprechen können der letzten Tage usw. hat etwas nachgelassen. So richtig „da“ sind wir noch immer nicht aber auch nicht mehr dauernd gefangen im Delirium.

Dafür haben wir uns eine Gehirnerschütterung zugezogen. Nicht besser, halt anders. Jede Kopfbewegung oder überhaupt Bewegung ist eine zuviel, da uns zusätzlich auch noch alles andere weh tut.

Eigentlich hätte unser Sohn dieses Wochenende bei seinem Vater verbringen sollen. Das zweite Mal wäre es gewesen, dass er dort hätte übernachten dürfen und diesmal zwei Nächte.

Und, als hätten wir es gewusst haben wir schon am Tag vor seiner Absage zu unserer Partnerin gesagt, dass es nichts wird.

Die Enttäuschung beim Zwerg war wieder groß und unsere auch. Nicht weil wir nicht damit gerechnet hätten aber weil wir gehofft haben. Es ist für unseren Sohn einfach so wichtig, was wir wirklich gut verstehen und löst soviel Angst aus, wenn es nicht klappt. Gerne würden wir ihm diese Erfahrungen ersparen aber das liegt leider nicht in unseren Händen und unseren Möglichkeiten.
Wir hätten diese zwei freien Tage auch gut gebrauchen können. Einfach mal durchatmen können und sich keine Sorgen und Gedanken machen müssen, wie man es schafft, dem Kind gerecht zu werden. Zwei Tage unseren Zustand egal sein lassen und nicht im Bedrängnis kommen, weil wir uns im schwarz verlieren.

Jetzt mit der Gehirnerschütterung, die war ja nicht eingeplant, hätte es auch hilfreich sein können, wenn man einfach wirklich liegen bleiben könnte und nicht immer wieder aufstehen müsste, um kindertechnisch was zu erledigen.

Weils ja auch so super gut ist, wenn man möglichst wenig schläft, dass Wetter und Alkohol scheinen ihr übriges zu tun, wurden wir heut Nacht erneut unsanft aus dem Schlaf gerissen.
Um kurz vor vier haben wir endlich den Dreh bekommen und konnten einschlafen. Kurz nach vier hatte es sich bereits wieder erledigt. Hilfeschreie, männliches sich gegenseitig anpöbeln, weibliches hysterisches Kreischen, rumgerenne.

Anhand der Wortfetzen die man mitbekam, konnte erkannt werden, dass es unsere polnischen Nachbarn waren und es um familiäre Streitigkeiten ging, angeheiratete Familie, wo der eine mit dem andern und das obwohl er doch eigentlich mit jemand anders verheiratet ist und, ach egal.
Also Handy geschnappt, möglichst vorsichtig und schnell in die Senkrechte begeben und vom Balkon geschaut, ob Polizei benötigt wird oder es sich auf verbale Streitigkeiten beschränkt. Leider tat es das nicht, woraufhin wir die Polizei benachrichtigten und direkt im Anschluss auf den Balkon gingen, um dem sich prügelndem Getümmel mitzuteilen, dass sie nun aufhören könnten, da die Polizei bereits informiert ist und wir doch bitte einfach schlafen möchten. Naja, es hat sie zumindest kurzfristig abgelenkt und irritiert und als sie sich von dem Schreck, dass wir uns eingemischt haben, erholt hatten und wieder aufeinander losgehen wollten, bog gerade die Polizei um die Ecke und fing direkt an das Knäul zu entwirren.
Nach und nach rückte Verstärkung an, bis sie es nach einer dreiviertel Stunde, mit vier Streifenwagen, geschafft haben, die Situation zu beruhigen und einige der Beteiligten mit den Wagen auf die Wache zu begleiten.

Danach war dann an schlafen erstmal nicht mehr zu denken.

Auch wenn wir den Winter nicht mögen, so hat er doch seine Vorzüge. Schätzungsweise, gezählt haben wir es noch nicht, ist die Zahl der Polizeieinsätze im Sommer mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreimal so hoch.
In dieser Woche haben wir nun drei Einsätze mitbekommen und wahrscheinlich sind noch mindestens zwei an uns unbemerkt vorbei gezogen.

Schade, dass gerade der Sommer mit all seinen schönen Seiten gleichzeitig für viele Saufgelage genutzt wird, in denen soviele ihre Grenzen nicht kennen und sich und anderen damit die Tage erschweren.

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. feenja
    Jul 28, 2013 @ 15:31:39

    Mit gehirnerschütterung müsst ihr ins Bett , wenn’s ne schädelprellung ist ists nicht ganz so schlimm .

    Ich wünsche euch alles erdenklich liebe und gute .

    Antwort

    • Mosaiksteinchen
      Jul 28, 2013 @ 15:48:55

      Ja wissen wir, ist nicht das erste Mal… Weitestgehend bemühen wir uns auch brav im Bett oder auf der Couch zu liegen. Hin und wieder lässt sich das aufstehen aber nicht vermeiden.

      Dankeschön!

      Antwort

  2. mariesofie
    Jul 28, 2013 @ 17:38:26

    Gute Besserung!

    Antwort

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