Gefangenschaft

Die Gitterstäbe nehmen die Luft zum atmen
Bewegung ausgeschlossen.
Durch einen kleine Türspalt
dringt eine Ahnung von Licht.

Dunkelheit, umgeben vom Nichts,
rau scheuert der Boden,
geschundenes Fleisch,
wie Schmirgelpapier langsam durch.

Stechender Schmerz
durchdringt die Glieder,
ein Moment des Aufschreis
der in der Kehle erstickt.

Schweigen legt sich nieder,
der Körper vibriert
die Lippen verschlossen,
kein Laut mehr möglich.

Die Gitterstäbe,
der Käfig des Schweigens,
gefangene, gebrochene Seelen,
gefesselt im Nichts.

Das Wesen verstummt,
ihm ging alles verloren.
Geschunden, geschlagen,
in der Hölle geboren.

Begegnen- Treffen- Entgegenkommen

Manchmal begegnet dir ein Mensch
der dich dein eigenes Herz fühlen lässt.
Du siehst hin und guckst ihn an
und weißt auf einmal,
was du selbst wert bist.

Manchmal begegnet dir ein Mensch
der dich dein eigenes Wesen besser verstehen lässt.
Du gehst Wege, die du noch nie gegangen bist
und die wunderbar sind!

Manchmal begegnet dir ein Mensch
der lang vergessene Dinge in dir hochbringt.
Du fühlst wie gut es tut, wenn sachter Regen
auf ausgetrocknetes Land fällt.

Manchmal begegnet dir ein Mensch
der soviel Vertrauen in dir stark macht,
dass du weißt, hier kann ich mich anvertrauen
und das ist kein unvorhergesehenes
in die Nesseln greifen.

Manchmal begegnet dir ein Mensch
der aus der Angst eine stille Freude macht.
Du kannst wieder glauben, dass Kälte
und Einsamkeit für uns Menschen
nicht die letzten Worte sind.

Nicht lieben…

Diese Gedicht wurde vor einigen Jahren geschrieben.
Es ist aber vom Gefühl her immer wieder aktuell.

 

Die Augen so traurig und leer,

ständig den Gedanken “ Ich will nicht mehr!“.

Die Arme voll von Wunden und Narben,

alle von vergangenen Tagen.

Die Gedanken so oft beim Tod

und keiner erkennt, sie ist in Not!

Nur keine Gefühle zeigen.

Keiner merkt es, doch sie ist am Leiden!

Jeden Tag und jede Nacht

und sie hat es wieder gemacht.

Denn ein Gefühl kann sie nicht besiegen:

Den Hass gegen den eigenen Körper!

Sie kann sich nicht lieben…

In mir

Mir ist kalt und Du deckst mich zu.
Doch das bringt nichts,
denn gegen innere Kälte hilft keine Decke.

Ich schreie und Du beruhigst mich.
Doch das bringt nichts,
denn gegen Schreie von innen kannst du nichts machen.

Ich weine und Du reichst mir ein Taschentuch.
Doch das bringt nichts,
denn innere Tränen kannst Du nicht stillen.

Ich lache und Du denkst, dass es mir gut geht,
denn die innere Kälte,
die inneren Schreie
und die inneren Tränen kannst Du nicht sehen.

Sehnsucht

Wann kommst du zu mir Bruder Tod,
in deinem schwarzen Kleid?
Wann nimmst Du meine Angst und Not?
Ich bin des Lebens leid!

Verdammt bis in die Ewigkeit,
spür ich der Tage Last.
Ich wandle zwischen Raum und Zeit
als menschlicher Ballast.

Warum bin ich auf diesem Stern,
der mich so traurig macht?
Der letzte Tag ist noch so fern,
um mich ist nur finst’re Nacht.

Ich fühl längst keine Freunde mehr
an meinem Tun und Sein.
Das Leben ist so grau und leer,
wann endet meine Pein?

Es wär so leicht ein kalter Stahl,
ein Stich, ein Meer aus Blut.
Das wär das Ende aller Qual,
noch fehlt es mir an Mut!

Traurige Kinderaugen

Traurige Kinderaugen schauen euch an

doch ihr seht hindurch

Traurige Kinderaugen flehen euch an

doch ihr wollt es nicht hören

Traurige Kinderaugen bitten euch zu gehen

doch ihr ignoriert ihr bitten

Traurige Kinderaugen möchten schreien vor Schmerz

und euch gefällt es und ihr macht weiter

Traurige Kinderaugen verstehen euer Handeln nicht

Euch ist es egal

Traurige Kinderaugen können es nicht mit ansehen

Sie wissen, sie werden nie wieder lachen können.

Traurige Kinderaugen öffnen sich ein letztes Mal

um zu sehen ob ihr noch da seid

Traurige Kinderaugen sehen ihr seid da

und sie schließen sich.

Als sich die Kinderaugen erneut öffnen

sind sie nicht mehr traurig.

Sie können nicht mehr lachen,

Sie können nicht mehr glücklich strahlen,

Sie können nicht mehr traurig gucken

Sie können nicht mehr weinen

Sie schauen nur noch tot und leer,

denn Gefühle haben sie keine mehr!

Lied des Todes Teil 2

 

Ich kann dich hören… Nacht für Nacht

Aber ich hab mich auf den Weg gemacht
Mein Weg geht weg von des Todes Lied
Mein Weg weist von ihm den Abschied

Ich kann dich hören… Nacht für Nacht

Aber du bekommst von mir keine Macht
Mein Weg führt mich zur Sonne hin
Auch wenn ich manchmal ängstlich bin.

Ich kann dich hören… Nacht für Nacht

aber da ist auch eine Stimme – ganz sacht
Sie hat sich fest entschieden
Bei des Todes Lied wird nicht geblieben.

Ich kann dich hören… Nacht für Nacht

Aber da ist auch ein Clown, der lacht
In der dunklen Einsamkeit
Reagiert er mit Schwerhörigkeit!

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