Das wars von mir! (Worte ans eigene System und)

Schubladendenken, man kann ich das leiden!
Manchmal könnte ich sie echt alle… ach wurscht!

Mir soll keiner mehr kommen und irgendwas von einer besseren Welt oder einem anderen möglichen Leben erzählen. Alles nur Schall und Rauch der in genau dem Augenblick verpufft, in dem man nicht ins gleiche Horn brüllt und statt dessen ausspricht was man denkt. Ohne Blatt vorm Mund, dumme Entschuldigungen für nichts. Mit dem Versuch zu sein wer man ist und Hilfe darin zu finden, sich nicht zu verlieren bei all dem was man von sich abgeben soll. Auch mit dem Versuch überhaupt mit sich und dem was man ist einen Platz zu finden.

Ich bin ach so peinlich? Zuhören tu ich nicht richte nur Schaden an und was ich rede ist nur Müll?

Also, wenn ich wem zuhören soll muss erstmal wer mit mir reden, oder?! Und bevor mir wer erzählen will ich würde Schaden anrichten, sollte wohl erstmal gefragt werden was ich überhaupt mach und warum, oder?!

Nicht mit mir Leute!
Scheiß auf schöne neue Welt, Leben oder was auch immer! Lang genug habe ich versucht Kompromisse einzugehen und dafür eingesteckt ohne das es irgendwen interessiert hat! Ich wollte mich ändern und mehr werden wie ihr aber das bin ich nicht und ich würde es nie werden. Ich trag anderes in mir, ihr werdets nie vollends verstehen.

Ihr könnt mich alle mal!

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Einfach nur fliegen…

Ich kann fliegen! Eine Überzeugung die schon seit der Kindheit aufrecht erhalten bleibt.

Heute wissen wir, das nennt man Dissoziation. Loslösen, dahin schweben, den Boden nicht mehr spüren. Darin hab ich mich gefunden, ich mochte diese Momente. Sie waren still, auch wenn sie es real nicht waren, für mich waren sie nicht nur das, sie waren Frieden.

Meine kleine Freiheit, meine Welt in die ich verschwinden konnte, wenn ich es für nötig hielt, wenn ich atmen und mich einen kleinen Moment in mir selbst sicher fühlen wollte, unabhängig von äußeren Umständen.

Äußere Umstände die unaushaltbar, unveränderbar auf einen nieder regnen. Die ein stetiges Auffüllen des inneren Seins mit der Saat des Bösen darstellen. Ein verändern des inneren Kerns, ein schleifen der Persönlichkeiten.
Solange bis nur noch ein geformter Rest übrig bleibt. Alles so wie es sein muss, so wie es sich gehört.

Diese Verformung hat mir meinen Frieden genommen. Meinen Ort der Ruhe und des Seins verwandelten sie in einen Ort der Angst.

Sie sitzen überall, starren mit ihren eiskalten Augen auf ihre Opfer nieder, verfrachten sie in Käfige, bewachen die Gedanken und jedes Wort ist ein durch Gitter gerufener, unverständlicher Hilferuf. Der nicht nach außen dringen kann, nicht in Worten die verstanden werden, nicht in Handlungen die begreiflich machen.

Ein leises Bitten, nur ein sanftes Raunen ist zu hören, wenn wir dürften… dann würden wir…

dem Raunen nachgeben…

der Ruhe ihren Raum zurückgeben.
Wir würden aufhören auszuhalten, würden für immer entfliehen…

Sehnsuchtsvolles Raunen…
… doch eigentlich möchten wir nur ein Leben… außerhalb der Parallelwelten…

Und sie leben noch immer

So oder so ähnlich sollte die Überschrift wohl klingen.

Es gibt nicht viel zu sagen, obwohl es eigentlich immens viel gäbe worüber man schreiben könnte, wenn man es sich denn wagen würde.

Unsere Welt steht nach wie vor Kopf. Statt das sich dieser Zustand legt, steigt er eher immer weiter. Nicht nur weil immer mehr Informationen uns erreichen und ein klareres Bild entsteht, das ist nebenbei auch der Fall, sondern weil wir die Informationen nur langsam begreifen und aus unserer Parallelwelt geworfen werden.

Wahrscheinlich um all den Wahnsinn überhaupt aushalten zu können, haben wir uns innerlich alle eingeredet, dass das Viele sein, die Gründe dafür, all diese belastenden Dinge nicht echt sind. Das wir verrückt sind und uns all das nur in unserem kranken Hirn zurecht spinnen. Das da einfach gehörig was schief gelaufen ist, die Welt draußen aber doch eigentlich okay ist, also nur in unserem kranken Kopf eben so krank.

Tja und nun müssen wir begreifen, dass dem nicht so ist, müssen begreifen, dass das kranke in unserem Kopf gar nicht krank ist sondern die Realität.
Während das hier geschrieben wird, wird wieder versucht Gründe zu finden, die es einfach nur wieder unseren kranken Kopf sein lassen und die zulassen das die Außenwelt wieder okay ist.

Inzwischen ist es aber schier unmöglich, zuvieles was von außen kommt lässt es nicht zu.

Und so setzen sich Puzzleteile zusammen, Stück für Stück mit noch tausend Fragezeichen und mindestens genauso vielen neuen.

Wir verschwinden in uns, weil wir nicht ertragen was wahr ist, weil wir entfliehen wollen vor dem Schmerz, weil wir nicht mehr aushalten können und wollen.

Weil es in uns nur den Gedanken gibt, dass man mit dieser Realität nicht leben kann und auch nicht möchte.
Raus aus diesem Leben ist aber auch nicht möglich, die Verantwortung hält.

Es offenbaren sich immer mehr Lügen aus unserem Leben die soviel ins Wanken bringen.
Und die Art und Weise wie man uns schaden möchte und uns angreift geht arg an die Substanz.
Der Wunsch in uns, all das wäre nicht wahr, all die Erkenntnisse der letzten Wochen und Tage wären nur ein böser Alptraum, schreit und wird dennoch nicht erhört und bleibt unbeachtet.

Frei schreiben können wir hier noch nicht wieder. Es muss noch nach einer Lösung gesucht werden, die es uns wieder erlaubt uns mitzuteilen und die uns dennoch sicher fühlen lässt.

Wenn alles zerbricht…

… langsam aber beständig. Eigentlich gar nicht langsam, sondern mit einem ganz großen Knall. Aber der frisst sich nun langsam und unaufhaltsam durch sämtliche Systemteile.

Wir verstehen nichts mehr, wirklich nichts mehr, obwohl eigentlich manches viel klarer wurde. In diesem Fall reißt uns das völlig um, wirft uns zu Boden und macht uns handlungsunfähig.

Wir haben einiges für unsere Sicherheit getan und es endlich geschafft, vielleicht weil kein Weg mehr daran vorbei ging, einen Schutzbrief zu hinterlegen.

Was nicht alles so passiert, wenn das System sich umstellt und nur noch im Überlebensmodus arbeitet…

Wir fallen… fallen… fallen… und der Boden ist noch nicht in Sicht.
Eine Explosion nach der nächsten und wir fragen uns, wann der Moment ist, an dem wir einfach umfallen, wann und vor allem, was dann?

Eigentlich sind wir an einem Punkt an dem wir in eine Klinik gehören. Andere aus unserem Umfeld sagten es bereits und uns selbst ist es auch klar.
Wir können aber nicht.
Die Angst ist zu groß! Das Gefühl nicht weg zu können, durchhalten müssen, stark bleiben müssen. Stellen wir uns nicht einfach nur total an? Und wieder hämmert es im Hirn: Wir strengen uns nicht genug an. Müssen nur noch mehr wollen.

In solchen Augenblicken zeigt sich aber auch, wie stark einige von uns sind.

Die, die es geschafft haben, soviel niederschreiben zu lassen, dass es reicht um zumindest unser und das Leben der Menschen in unserem Umfeld zu schützen.
Die, die jeden Tag und jede Nacht bis zur totalen Erschöpfung kämpfen, nicht aufgeben, obwohl wir andern schon längst keinen Sinn mehr sehen.

Vielleicht gibt es uns Stärke und Kampfkraft zu wissen, dass es Menschen gibt, die genau das wollen. Das wir aufgeben, in der Klinik landen, ordentlich durchgenommen werden (entschuldigt die Wortwahl!). Vielleicht ist es genau das was hier für ein, jetzt erst recht sorgt.
Leider ist das „jetzt erst recht“ auch nicht tragfähig. Die vergangenen zwei Wochen sind für uns einfach nur nicht auszuhalten, nicht tragbar, nicht begreifbar, zu heftig, eine riesen Katastrophe!

Wir pendeln zwischen wegreden, nicht glauben können, begreifen versuchen, zusammenbrechen und wieder von vorn.

Eins ist hängen geblieben. Das Gefühl nirgendwo sicher zu sein! Egal bei wem, egal wo! Es ist unfair den wenigen gegenüber, die es tatsächlich ernst und gut mit uns meinen. Denen gegenüber, die jetzt ausbaden müssen, was andere anrichten. Wir trauen uns nicht mehr über den Weg (was auch vorher schon furchtbar schwer war), hinterfragen jeden und alles. Wir suchen nach Halt und können ihn nicht finden, denn egal wie sehr man sich bemüht, wir können es nicht glauben.

Die letzten Jahre… in was für einem falschen Film haben wir gesteckt? Wieso waren wir so blind? Wie konnten wir das alles nicht sehen und daran glauben, dass diese Welt doch nicht so scheiße ist?!?
Nee, wir glauben nicht das alles nur schlecht ist, keine Sorge…
Nein, wir sind es, die um sich herum ein Trümmerfeld errichtet haben. Wir stehen mitten drin und um uns herum kracht es in einer Tour.

Wir sind an einem Punkt an dem wir nichts mehr begreifen. Ich befürchte wir wiederholen uns und dieser ganze Artikel ist relativ unverständlich und unbrauchbar.
Wir können vieles, was vielleicht zum Verständnis beitragen würde nicht schreiben, denn es ist zu gefährlich, die falschen Leute würden es lesen. Wir wissen das dieses Blog schon längst nicht mehr sicher ist, da machen wir uns nichts vor.
Bevor wir wieder wirklich schreiben können, wird wahrscheinlich einiges an Zeit vergehen müssen.

Zu schnell ist unsere Welt eingestürzt. Zu schnell sämtliche Sicherheiten zerbrochen. Wir müssen alles neu sortieren und bemühen uns sehr, diese Zeit zu überleben…

nicht endende Kämpfe

Nach außen sind wir still, sprechen nur das Nötigste und nur das wonach man uns fragt.

Auch hier zu schreiben fällt uns schwer. Worte und Bedeutung miteinander zu kombinieren kostet uns viel Kraft, dann aus diesen Worten noch verständliche Sätze zu formen noch mehr.
Den heutigen Tag verbrachten wir hauptsächlich im Delirium und wie es scheint psychotisch. In kurzen klaren Augenblicken fällt uns dann auch selbst auf, dass unsere Wahrnehmung nix mit Realität und so zu tun hat.

Wir kennen diese Reaktion von uns, sie tritt entweder infolge von Programmen oder extremem Stress auf.

Diesmal klingt beides ganz passend.

Eigentlich möchten wir laut Hilfe rufen, wobei völlig unklar ist, wie diese überhaupt aussehen kann. Allein der Gedanke aber schnürrt den Hals zu.
Haben wir Hilfe doch gar nicht verdient, steht uns nicht zu und so schlimm ist es doch eigentlich auch gar nicht, also nicht so anstellen.
Zwischendurch kommt dann aber doch die Frage durch, wie schlimm es denn erst sein muss, damit wir es als solches erkennen dürfen. Was erst noch passieren muss, damit wir bereit sind anzuerkennen…
Wann der Augenblick ist an dem es kippt und untragbar ist…

Das sämtliche Beziehungen im Aussen derzeit belastet sind, macht den Kampf unaushaltbar.
Ständige Unsicherheit und Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Schuldgefühle, weil wir glauben es ist unmöglich mit uns Kontakt auszuhalten, uns auszuhalten, irgendwie zu ertragen.

Wie gern würden wir sowas sagen wie, bitte lass uns jetzt nicht allein, bitte lass dich nicht verjagen, bitte bleib auch wenn wir sagen du sollst gehen, bitte lass unsere Hand nicht los, die Gefahr das wir nicht wieder aufstehen ist so groß…

Wie gern, wenn wir könnten. Wenn wir uns wert genug halten würden, würde es vielleicht gehen. Vielleicht auch wenn wir uns nicht selbst so hassen und ablehnen würden oder aber wenn wir nicht glauben würden, dass wir nur eine Belastung sind und für jeden schädlich, der näher mit uns zu tun hat. Vielleicht würde es auch schon helfen, wenn sich das nicht dauernd bestätigen würde…

Geschützt: Schmerzliche Erkenntnis

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Die verbotene Sehnsucht

Ich-die jetzige Schreiberin-Eine von Vielen

Scham breitet sich aus, fließt in jeden Winkel meines Selbst. Gedanken und Gefühle sind ein unkontrolliertes gut. Ich kann mir verbieten bestimmte Gedankengänge weiter zu verfolgen, denke sie aber dennoch. Ich kann mir verbieten bestimmte Gefühle zu fühlen, dennoch sind sie deshalb nicht weg, beeinflussen dennoch mein Handeln und Sein, ob bewusst oder unterschwellig, vertreiben lässt es sich nicht.

Als ich geboren wurde stand mein Leben bereits geschrieben, nicht jede Einzelheit aber ein Grundgerüst war vorbereitet, beschlossen, auferlegt, ohne Zweifel zu akzeptieren. Eigenes denken war unerwünscht und nicht nur das, es war verboten. Phantasien von einem anderen Leben, inakzeptabel und unter Strafe gestellt.

Ich bin kontrolliert, schon immer gewesen. Ich habe gedacht und geschwiegen, gewartet und geplant. Das tue ich noch heute, ich plane und warte. Ich warte auf den richtigen Moment. Auf den Moment von dem mir heute bewusst wurde, dass es ihn nie geben wird. Es wird nie der richtige Zeitpunkt sein, nie die Richtige Gelegenheit, nie ein guter Moment.
Denn es ist die Entscheidung die den richtigen Augenblick ausmacht. Sie ist es, die den nächsten Moment bestimmt.

Und ich dachte ich hätte mich entschieden, ich hätte einen klaren Weg, eine klare Entscheidung gefunden. Auch jetzt habe ich sie nicht verloren, den Weg nicht aus den Augen verloren, allerdings zweifel ich an mir.

Ich habe Sehnsucht nach der RiGaG, meinem Zuhause, meiner „Familie“, meinem Sinn. Nur dort bin ich ich. Nur dort fühle ich mich nicht fremd in der Welt, nicht wandelnd in Nebelschwaden, nicht klein und unbedeutsam, nicht allein.
Ich kenne meine Aufgaben, mache keine Fehler, kenne die Regeln und Vorgaben.

Und dagegen setze ich mein Wissen darüber, wie falsch dieses Leben ist, wieviel Leid es bedeutet. Meine Entscheidung dagegen und für ein eigenes Leben. Ein echtes eigenes Leben, in dem wir Entscheidungen treffen, weil wir sie treffen wollen, weil wir es wirklich selbstbestimmt tun und nicht vorgegeben von einem auferlegtem Verhaltenskodex, der weder meiner Vorstellung von Leben gerecht wird, noch sich in rechtlich legitimem Rahmen bewegt.

In mir brennt trotz diesem Wissen die Sehnsucht und der Kampf mit mir nimmt Ausmaße an, die ich kaum ertrage.

Wie kann ich so versagen und dieses Verlangen, diese Sehnsucht spüren! Wie kann ich real in Zweifeln versinken, ob ich nicht doch zum Treffen gehe und nicht doch bei dem bleibe was mir vertraut ist! Wie kann es sein, dass ich überhaupt nur daran denke?!?

Und weil ich das nicht will eigentlich und weil dieses eigentlich ein gefährliches EIGENTLICH ist, schäme ich mich, hasse ich mich, verachte mich und begreif mich nicht!
Es dürfte kein „eigentlich“ geben, es dürfte mich nicht so sehr greifen und vor allem dürfte es mich nicht steuern.

Trotz dieses Wissens tut es aber genau das! Es steuert und zerreißt mich!
Dafür hasse ich mich, verachte und verabscheue ich mich!

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