Ein neuer Blog entsteht

Hi zusammen 🙂

Ich habe einen neuen Blog, die Perlenstube, den ich euch gern vorstellen möchte.
Falls ihr euch jetzt fragt warum ich einen neuen Blog mache? Okay, ich erzähle es euch 😉

Also ich bin Xeni, 17 Jahre jung und Kreativität liegt mir sozusagen im Blut.

Ich liebe, lebe und sterbe für DIY (für die die den Begriff nicht kennen: DIY= do it yourself= basteln bis der Arzt kommt 😉 )

Früher hab ich Klamotten genäht oder aufgepimt, Möbel umgestaltet, Freundschaftsbänder geknüpft (am liebsten aus Leder), Blumentöpfe dekoriert. Hab auch schon Kerzen gezogen und Papier gesiebt. Ihr seht also, ich hab schon eine Menge ausprobiert.

Kreativität ist Leben. Genau wie Leben entsteht, entstehen neue Sachen oder sie erblühen in neuem Licht oder werden, als etwas anderes, wiedergeboren oder auch neu geboren.

Jetzt möchte ich euch gern an meiner Freude teilhaben lassen.

Hier im Blog geht es um etwas anderes. Um unser viele sein, um das was wir erleben und um unsere täglichen und nächtlichen  Kämpfe als multiple Persönlichkeit. Mein neuer Blog gehört zwar auch zu unserem Leben, wird aber nur von mir gestaltet und geschrieben und ist auch rein für meinen DIY-Kram.

Dort wird es in unregelmäßigen Abständen dann immer meine neusten Projekte zu sehen geben, manchmal auch mit einer Anleitung zur Herstellung.

Vor ein paar Tagen hab ich super mega viele Perlen samt Zubehör bekommen (ihr könnt euch nicht vorstellen wie krass das ist und wie mega ich mich freue!!!).
Das Bedeutet für alle Interessierten, dass es bestimmt erstmal viel DIY-Schmuck geben wird. Aber keine Sorge, anderes wirds auch geben.

Ich freu mich, wenn der ein oder andere Interesse an meinem neuen Blog hat und hin und wieder mal  vorbei schaut 🙂

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Ohne viele Worte möchte ich den Artikel hier einfach mal stehen lassen. Oder auch nicht? Doch ich tue es.

Criticomblog

Kevin Barrett über Benedikts Rücktritt.

The Real “Pope Crisis”: Sexual Freemasonry and the New World Order

Warum entfernte die katholische Kirche den Ausdruck „Weltordnung“ aus dem Protokoll der gestrigen Rede von Kardinal Sodom? Entschuldigung, ich meine Kardinal Sodano.

Der Vatikan-Korrespondent Robert Moynihan war von dieser bizarren Zensur so perplex, daß er sie gestern mit 637 Worten analysierte. Hier ist ein Auszug aus Moynihans „Vatikan-Brief Nr. 44“ („Inside the Vatican Letter #44“):

Wie auch immer, an diesem Abend würde ich keinen Brief senden, und dann, beim Lesen der italienischen Presse, stieß ich auf eine seltsame Kleinigkeit, die meine Aufmerksamkeit erregte.

Ich bin immer wieder an „kleinen“ Details wie diesem interessiert. Wie es so schön heißt: „der Teufel steckt im Detail.“

Gut, hier ist die Geschichte.

Unten ist ein Link zu einer Seite, auf der ich einen sonderbaren Kommentar eines Lesers fand.

Der Leser erklärt, daß der offizielle Text der heutigen Predigt von Kardinal Sodano falsch ist und zwei Worte ausläßt…

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Warum unsere Mutter ist, wie sie ist.

Es ist äußert interessant, ja vielleicht sogar bedenklich, dass wir, seit wir gestern hier über unsere Mutter schrieben, ein enormen Drang haben, euch allen (vielleicht auch uns selbst) zu erklären, warum unsere Mutter so ist, wie sie ist. Das sie ja nicht anders konnte, selbst keine besseren Erfahrungen gemacht hat, dass sie das niemals gewollt hätte, wenn sie nicht selbst so gefangen wäre.

Immerhin, uns ist irgendwo auch noch klar, dass es schwachsinnig ist, sie zu verteidigen oder Rechtfertigungen für sie zu suchen. Aber damit dieser enorme Drang, schnell wieder alles gut zu machen, etwas abnimmt, werden wir nun dennoch schreiben, warum unsere Mutter ist, wie sie ist 😉

Unsere Familie mütterlicher seits ist seit mindestens drei Generationen fest in der RiGaG verankert. Unser Großvater (also der Vater unserer Mutter), war ein recht hohes Tier und hatte ne Menge zu sagen. Wir haben immer unter seinem persönlichen Schutz gestanden und es kam uns sicher zu gute, dass geplant war, dass wir in seine Fußstapfen treten. So hatten wir einen gewissen Wert innerhalb der RiGaG. Für unsere Mutter galt das nicht, was sicherlich auch in einer gewissen Art und Weise zu Eifersucht uns gegenüber geführt hat, wenn auch nicht unbedingt bewusst. Gleichzeitig bekam sie Anerkennung, wenn sie in unserer Erziehung wieder etwas „richtig“ gemacht hat (aus der Sicht der RiGaG) und hat sicherlich ihr Wertgefühl damit aufbessern können. Was für sie aber sicherlich auch galt, war eine ähnliche Art der Erziehung durch die RiGaG und durch besagten (Groß-) Vater. Auch unsere Großmutter war/ist (irgendwie) eingebunden, wobei wir da bisher nicht sagen können in welcher Form, es wäre wohl noch zu schmerzhaft, da genauer hinzugucken. Mit ihrer Tochter, unserer Mutter, haben wir sie nie liebevoll erlebt, eher abwertend, verachtend, kalt und erniedrigend. Noch heute, wenn unsere Oma über ihre Tochter spricht, lässt sie kein gutes Haar an ihr.

Unsere Mutter hatte aber noch ein anderes Problem, nämlich keine Möglichkeit sich in einem Leben ausserhalb der RiGaG umzusehen, bzw. diese Möglichkeit erst viel zu spät, als sie sie nicht mehr nutzen konnte. Der ideologische Hintergrund unserer RiGaG ist gemischt aus Esoterik, Spiritualität, Satanismus und einem Hauch von allem anderen was man nutzen kann. In Teilen recht alltagstauglich angepasst, zum Teil aber auch ganz schön schräg und abgehoben. Das Umfeld unserer Mutter besteht (und das schon seit vielen vielen Jahren) ausschließlich aus Menschen, die selbe oder ähnliche Ideologien vertreten, beruflich ist sie ebenfalls RiGaG- tauglich  unterwegs.

Wir vermuten, dass die Ehe mit unserem Vater für sie hätte ein Ausweg sein sollen, die Flucht in ein anderes Leben, denn geliebt hat sie ihn sehr. Leider scheint er nicht stark genug gewesen zu sein, um ihr die benötigte Sicherheit zu geben. Er war selbst in sich zu instabil und für sie keine Hilfe.

Wir wissen, dass unsere Mutter im Alter von etwa 35 Jahren einige Termine bei einer Therapeutin wahrgenommen hat. Sie wusste nicht warum, hatte „nur“ mit verschiedensten Symptomen zu kämpfen, die sie nicht zuordnen konnte, nicht (be-) greifen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie keinerlei Erinnerungen an die Gewalt und den Missbrauch, den sie selbst erlebte. Nach einigen Terminen, bekam sie Erinnerungen, nur einige wenige. Diese waren für sie aber so zerstörend, so schrecklich, das sie nicht weiter hingucken konnte. Sie war abhängig von den Menschen, die ihr das angetan haben, allein und mittellos (zumindest ließ man sie das glauben), mit zwei kleinen Kindern. Sie wollte und konnte diesen Erinnerungen keinen Raum lassen, war nicht in der Lage die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Nicht weil sie ihre eigenen Kinder nicht schützen wollte, sondern weil ihr nicht bewusst war, das es nicht schon längst vorbei war, dass ihre Kinder genauso betroffen sind, wie sie selbst. Sie hielt es für alte Erinnerungen und wollte nichts vergangenes wieder aufwühlen.

Bei all dem ist fast davon auszugehen, dass unsere Mutter ebenfalls multipel ist, auch wenn wir uns da, Systemintern, nicht einig sind. Hoch dissoziativ ist sie aber auf jeden Fall.

Unsere Mutter hat uns immer sehr geliebt, sicher auf eine kranke Art und Weise. Sie wollte mit uns immer eine Einheit bilden, in uns jemanden haben, der ihr so nah ist, wie sonst keiner. Den sie lieben kann! Unser Bruder, ihr erstgeborenes Kind, steht da weit hinter uns, hält ihr aber bis heute die Stange.

 

 

Eine Innenperson berichtet: Wie ich erfuhr, dass wir viele sind und wie es für mich war.

Dies ist ein Bericht den eine Innenperson von uns vor ein paar Jahren geschrieben hat, als ihr bewusst wurde, dass sie Eine-von-Vielen/ multipel ist. Ein Bericht darüber, wie sie es für sich erlebt hat. Wie gesagt, einige Jahre her und inzwischen hat sich natürlich schon das ein oder andere geändert.

Was ist das für ein Gefühl, zu erfahren das man sich nicht alleine in diesem Körper befindet? Was geht da in einem vor?

Ich kann es nur aus meiner Sicht schildern. Es gab zuvor viele, wirklich viele Dinge die ich mir einfach nicht erklären konnte. Zeit von der ich nicht wusste was passiert ist. Menschen die mich angesprochen haben, mich kannten und ich sie nicht, Situationen, für die ich mir oder anderen mein Verhalten nicht erklären konnte. Viele Momente in denen ich an mir und meinem Verstand gezweifelt habe, weil so unendlich viele Dinge passiert sind, die so gar nicht zu mir passen.

Anfangs habe ich wohl auch diese Situationen gut verdrängt oder nicht wahrgenommen. Nach und nach wurde es mir allerdings immer bewusster, was dazu führte das ich mich für absolut verrückt und unnormal gehalten habe. Dann begann die Zeit in der ich Stimmen hörte. In mir gab es Unterhaltungen. Mein Tun wurde kommentiert und ich hörte weinen und bitten. Das war der Zeitpunkt an dem ich alle Hoffnung aufgab nur ein wenig “normal” zu sein. An dem ich dacht: Du bist verrückt dir kann niemand mehr helfen. Am liebsten wäre ich vor mir selber davongelaufen. Aber bekanntlich funktioniert das nicht. Und somit hatte ich nur die Möglichkeit mich mit all den Geschehnissen auseinander zu setzen.

Nachdem ich dann meinen Mut zusammen gefasst habe, erkundigte ich mich in einer Klinik, die ich vor etwa vier Jahren besucht habe über die Diagnosen, die damals gestellt wurden.

Ich erfuhr, dass man dort schon im Vorstellungsgespräch Dissoziationen diagnostizierte und im Verlauf der Therapie (insgesamt waren wir 5 Monate dort) die Diagnose DIS stellte. Ich habe anschließend ein Gespräch mit meiner damaligen stationären Therapeutin gesucht und sie bestätigte mir die Diagnose, sagte mir auch das sie mit uns damals auch darüber gesprochen hätte. Wobei ich von diesem Gespräch nichts mitbekommen habe.

Danach kam die Zeit in der ich mich erst einmal darüber informierte was DIS/MPS ist, denn ich hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nichts darüber gehört und überhaupt keine Ahnung was man darunter versteht.

Je mehr ich darüber las, desto mehr hatte ich das Gefühl meine eigene Geschichte zu lesen. Immer wieder sagte ich mir. Ja, genau so fühlst du dich. Genau solche (oder teilweise eben auch so ähnliche) Situationen erlebst du immer und immer wieder.

Es war ein Schock. Ich hatte das Gefühl mir wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Aber gleichzeitig war da auch ein Gefühl der Erleichterung. Nun war ich vielleicht doch nicht so verrückt. Endlich konnte ich mir viele Situationen erklären und verstand warum oder wieso ich bestimmte Dinge einfach nicht wusste. Warum ich so oft schon gehört habe: Du bist manchmal so anders!

Aber es brachte auch viel Verunsicherung mit sich. Mir wurde bewusst, dass in den Zeiten, die für mich einfach weg waren, andere Personen draußen waren und ich keinerlei Kontrolle darüber habe, was sie in dieser Zeit machen. Ich überlegte, wie ich all das ganz schnell wieder unter Kontrolle bringen konnte. Wie ich ganz ganz schnell die Kontrolle über den Körper zurück bekomme. Wie ich es verhindern kann, dass z.B. ein Kind in einer für mich unmöglichen Situation zum Vorschein kommt. Wie kann ich garantieren, dass ich meinem Sohn eine gute Mutter bin, wenn ich doch oftmals gar nicht da bin. Woher weiß ich, dass die Anderen ihn gut behandeln und mit ihm liebevoll umgehen. Ich habe mich geweigert mich mit Ihnen auseinander zu setzen. Aber dann musste ich feststellen das der einzige Weg, irgendwas besser hinzubekommen, mein Leben besser zu verstehen und mein Misstrauen zu verringern, der ist mich mit den Innies auseinander zu setzen. Auf sie zuzugehen und mich auf sie einzulassen.

Immer wieder mache ich auch in diesem Punkt Rückschritte und verleugne alles was damit zu tun habe. Rede mir selber ein, dass ich mir all das nur einbilde und es nichts mit der Realität zu tun hat.

Unsere Therapeutin erwähnte irgendwann einmal, dass ich mir lieber wünsche verrückt zu sein, als das was ich sehe, höre und fühle anzunehmen, da mich das wesentlich mehr verletzen würde und in diesem Fall verrückt sein vielleicht noch die einfachste und leichter zu verkraftende Alternative wäre. Wahrscheinlich hat sie Recht damit, denn die Dinge die ich erfahre machen mir Angst. Sie erschüttern mich, versetzen mich in Panik,mu sorgen dafür das ich mich ekel etc.

Das ist momentan der Stand der Dinge. Mal schaffe ich es Kontakt zu Innenpersonen aufzunehmen und manchmal bekomme ich keinerlei Reaktion, manchmal will ich von allem gar nichts wissen und nur alleine sein.

Systemverantwortung und was wir darunter verstehen

Es ist noch gar nicht so viele Jahre her, da haben wir in unterschiedlichsten Diskussionen gerne mal die Sätze, “ Ich war das nicht, ich kann doch nichts dafür! und “ Ich kann doch nichts dafür, dass wir so sind! oder auch “ Das war XY, klär das mit dem! Ich hätte das nie gesagt/gemacht!“ geäußert.

Denn so fühlt es sich häufig an. Irgendwer aus dem System hat die Kontrolle über den Körper und tut damit Dinge, die er/sie/es für richtig hält. Okay, richtig vielleicht nicht immer, vielleicht handelt man auch nur nach altbekanntem Muster, ist einfach so, what ever.

Hinterher steckt jemand anders im Körper und muss den „Mist“ erstmal wieder ausbaden. Das kann sich verdammt ungerecht anfühlen und nicht selten ist es so, dass wir sauer aufeinander sind, weil irgendwer irgendwem gegenüber irgendetwas gesagt oder gemacht hat, was jemand anders so überhaupt nicht gewollt oder gemacht hätte.

Häufig haben wir von nicht-Betroffenen Aussagen gehört wie: “ Cool, dann könnt ihr immer den nach vorn packen der damit grad gut zurecht kommt!“ oder “ Wenn du kein Bock hast den Haushalt zu machen, ihr habt doch bestimmt wen ders gern macht, dann lasst den das doch machen!“ oder, auch sehr schön: “ Boah, das hät ich auch gern, dann könnt ich den ganzen Kram den ich nicht machen will andere machen lassen.“

Wäre an dem tatsächlich so, wäre DIS so mit die genialste Erfindung der Psyche die es geben kann, vorausgesetzt man blendet sämtliche Nebenwirkungen und Symptome und vor allem Gründe für die DIS aus. Und wenn an dem tatsächlich etwas dran wäre, oh, ich würde soooo vielen Menschen wie ich könnte helfen, eine DIS zu entwickeln. Ticket bestellen, hinten anstellen bitte 😉

Nee, jetzt aber mal bitte im Ernst! Es ist nicht sonderlich erstrebenswert, ich spreche aus Erfahrung, denn DIS bedeutet einen ganzen Rattenschwanz an negativen Dingen und bisher hatte jedes System, das wir kennenlernten (und das uns glaubhaft erschien), wenig bis keine Vorteile durch diese Traumafolgestörung, eher das Gegenteil war der Fall.

Nun zurück zum eigentlichen Thema *räusper*

Inzwischen kommen solche Sätze nicht mehr über unsere Lippen, denn unsere Sicht der Dinge hat sich mit der Zeit doch sehr gewandelt. Sicher auch, weil wir für uns feststellen mussten, dass es keinen Sinn macht, vor der Verantwortung fürs System davon zu laufen.

Wir sind getrennt voneinander. Manche nicht immer ganz so stark voneinander wie andere. Teilweise aber so getrennt, dass wir unterschiedliche Leben führen können, ohne das der eine vom Leben des anderen etwas mitbekommt. Es sei denn, man findet Hinweise, bekommt Rückmeldungen oder sonstiges. Dennoch haben wir alle im System, egal wie weit wir voneinander getrennt sind und egal wie verschieden wir uns fühlen und denken, einen gemeinsamen Punkt, unseren Körper. Der Gegenstand der uns in diesem Leben Platz gibt, der uns, das Leben in sich trägt. Ohne diesen einen, zu allen aus dem System gehörenden, Körper, könnten wir kein Leben führen. Weder meins, noch das eines anderen Anteils aus diesem System. Und da wir (zum Glück) in einer Welt leben in der Multipel sein nicht unbedingt zur Normalität gehört, fällt alles was mit diesem Körper getan oder gesagt wird, auf alle Anteile dieses Systems zurück.

Unserer Meinung nach beginnt es bei Kleinigkeiten, denn wenn ich für diese nicht die Verantwortung übernehmen kann, kann ich es bei größeren wohl erst recht nicht. Und wenn ich nicht bereit bin, wenn wir nicht bereit sind, die Verantwortung für uns als System zu übernehmen, dann müssen wir so fair sein und uns einweisen lassen bis wir es können/wollen.

Für mich bedeutet das z.B. das ich mich entschuldige, wenn ich erfahre oder mitbekomme, dass sich jemand aus dem System einer Außenperson gegenüber nicht adäquat verhalten hat und das wir, als System, uns darum bemühen, dass das in der Zukunft so nicht wieder passiert. Das bedeutet nicht, dass wir jeden „Störenfried“ oder wie auch immer man das bezeichnen möchte, sofort ausfindig machen, sein Verhalten komplett gerade biegen und in Zukunft alles super ist, wäre schön, wenn es so einfach wäre. In vielen Fällen bedeutet das verdammt harte Arbeit. Denn, die Person wird ihren Grund gehabt haben, sich so zu verhalten. Worin auch immer dieser Grund zu finden ist, er war da, muss erkannt und evtl. bearbeitet werden, neu betrachtet werden, geübt werde, etc. Zuerst aber muss man die jeweilige Person ausfindig machen, ach ja und vor allem erstmal von dem „Fehl-“ verhalten erfahren 😉

ABER:

sobald wir (das System) von einem Verhalten eines Anteils von uns erfahren, dass da etwas schief läuft, liegt es in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen das es sich verändert! Das heißt auch nicht, dass das immer allein funktionieren muss, bei dem ein oder anderen Problem ist sicher Hilfe von Außen  erforderlich und gut aber es liegt in unserer (System-) verantwortung, für Veränderung zu sorgen.

Beleidigt ein Anteil aus unserem System eine/n Freund/in, dann müssen wir zusehen, dass es nicht wieder passiert oder anders geklärt werden kann.

Verletzt ein Anteil aus unserem System einen anderen Menschen, dann liegt es an uns als System, dafür zu sorgen, dass dieser Anteil das nicht wieder tut und die Konsequenzen dafür getragen werden.

Bedroht jemand aus meinem System einen anderen Menschen, tragen wir auch dafür die Verantwortung.

Klaut jemand aus unserem System jemandem etwas, liegt es an uns, dafür zu sorgen, dass es zurückgegeben wird, dass man sich entschuldigt und eventuelle Konsequenzen dafür trägt.

DAS verstehen wir unter Systemverantwortung! Es ist keine Systemverantwortung, wenn ich hinnehme, dass jemand anders von uns Gesetze bricht, Menschen beleidigt oder bedroht, jemanden angreift (egal ob verbal oder körperlich). Es ist keine Systemverantwortung, wenn ich der Meinung bin, weil ich Multipel bin und Viele in einem Körper, habe ich das Recht mich daneben zu benehmen, denn “ ich“ war das doch nicht!

RGpG wird zu RiGaG

An dieser Stelle möchten wir eine kurze Korrektur schreiben. In einem Gespräch stellte sich heraus, die bisher genutzte Abkürzung RGpG ist nicht geeignet um sie als Abkürzung in der Sprache zu nutzen.

Nun gab es von unserer Gesprächspartnerin einen wunderbar geeigneten Vorschlag, für eine geeignete Abkürzung, die auch sprachlich gut nutzbar ist. Vielen Dank an dieser Stelle :). Als Folge dessen haben wir uns entschieden, diese (veränderte) Abkürzung in Zukunft zu nutzen.

Ri(tuelle) G(ewalt) a(usführende) G(ruppe) = RiGaG

Was bedeutet MPS/DIS?

In der Nacht hatte ein Sturm an der Küste gewütet.

Am Morgen fand ich am Strand einen mächtigen schwarzen Stein,

von der Wucht der Sturmflut in zwei Teile zerborsten.

Dicht daneben lag eine kleine Muschel, halb geöffnet,

doch noch in beiden Hälften zusammenhängend.

Vorsichtig hob ich sie auf,

spähte hinein- und fand noch eine kleinere Muschel darin,

zartrosa schimmernd und völlig unversehrt.

Auch Menschenkindern gelingt dieses Wunder manchmal.

Vor der Wucht der erlittenen Gewalt schützen sie ihren Wesenskern

indem sie ihn mit der Schaffung neuer Personen in sich umschließen.

Mögen multiple Persönlichkeiten mit Behutsamkeit und Respekt behandelt werden.

Wie es ihrem wunderbaren kreativen Überleben gilt.

(Zitat aus dem Buch Multiple Persönlichkeiten-Überlebende extremer Gewalt von Michaela Huber)

Was bedeutet MPS/DIS?

 

MPS ist eine Abkürzung und bedeutet “Multiple Persönlichkeitsstörung” . Dies ist die “alte” Bezeichnung für die heutige Diagnose DIS “Dissoziative Identitätsstörung” DIS ist eine Überlebensstrategie. Durch schlimme immer wiederkehrende Gewalt wird ein Kind dazu gezwungen sich aufzuspalten. Es entwickelt verschiedene “Personen” damit es das Schreckliche überleben kann. All diese entstanden Personen teilen sich einen Körper, fühlen und empfinden sich jedoch oft als eigenständig. Einige wissen oft gar nicht, dass es noch andere Personen gibt. Andere wiederum wissen es. Können sich mit den anderen austauschen und kennen sich untereinander. Die Dissoziative Identitätsstörung zeichnet sich dadurch aus, dass die Personen (mindestens zwei) immer wieder die Kontrolle über den Körper übernehmen und die anderen Personen oder zumindest ein Teil davon nichts mitbekommt. Sie haben dann eine Amnesie. Sie wissen nicht, was in der Zeit passierte, als die andere Person “draußen” war. Sie hatten keine Kontrolle über das Handeln des Körpers.Oftmals haben die anderen Personen in der zeit einfach eine Zeitlücke. Ihnen fehlen ein paar Minuten, ein paar Stunden, ein paar Tage oder auch Wochen, Monate oder Jahre. Je nachdem wie lange die andere/ die anderen Personen draußen war/en.Manchmal ist ihnen bewusst, dass ihnen Zeit fehlt, manchmal aber auch nicht. Das heißt sie haben dann eine Amnesie für die Amnesie und wissen nicht, das in der Zwischenzeit eine andere Person “draußen” war. Außerdem erinnert man sich oft nicht an wichtige Daten oder Ereignisse. Und diese sind zu umfassend, als das man es als eine “normale” Vergesslichkeit bezeichnen könnte.Die einzelnen Personen haben eine eigene Wahrnehmung, unterschiedliche Charaktere, einen eigenen Lebenslauf (bezogen auf Geschehnisse und Erlebnisse). Die Aufspaltung beginnt meist vor dem sechsten Lebensjahr und ist eine folge extremer, immer wieder kehrender Gewalt. Das Kind muss entscheiden zwischen sterben oder leben. Um zu überleben entstehen die anderen Personen, die oft in einer todesnahen Situation entstehen. Im Prinzip trägt jede der Personen ein Teilwissen mit sich herum und nur gemeinsam , als Ganzes zusammen gibt es einen Überblick über die Geschehnisse. Es ist wie bei einem Puzzle. Fehlt ein Teil, kann man niemals das ganze Bild erkennen. Jede der Persönlichkeiten hat zum Überleben der kompletten Person beigetragen. Jede hat ihre Aufgaben und ohne sie wäre das überlebe nicht möglich gewesen. Die Personen entwickeln sich unterschiedlich weiter z.B. entwickeln sie eine eigene Handschrift, ein anderes Alter als das auf dem Personalausweis angegebene, eigene Vorlieben, eigene Wünsche, ein anderes Geschlecht etc. Multipel werden ist eine Überlebensstrategie, wenn ein Kind nicht geschützt wird in all den unerträglichen Jahren andauernder Gewalt. So bleibt ihm nur die Möglichkeit sich aufzuspalten und somit sein Überleben zu sichern.