Die Tränen laufen

Wortlos, lautlos und mit Tränen die über die Wangen rinnen, stehen wir in der Wohnung. In der Wohnung, die unsere gemeinsame war, die von unserer Partnerin, unserem Sohn und uns.
Die letzte gemeinsame Nacht liegt hinter uns, der Umzug vor uns. Es ist keine Trennung von unserer Partnerin aber eine räumliche. In Zukunft werden wir in unterschiedlichen Städten, die nicht mehr ganz nah beieinander liegen, leben.
Sie wird uns fehlen, unglaublich fehlen. Nicht weil sie weg ist aber schon ein gemeinsames Zuhause verändert eine Menge.
Wir sind traurig, denn unsere Vorstellungen von einem Zusammenleben haben nicht funktioniert, wir haben es nicht geschafft.
Der Druck der RiGaG auf uns, die Kontrolle die sie nach wie vor über uns haben und die Auswirkungen, die das auf unser System, unser Leben und unsere Partnerin hat sind zu groß, zu schwerwiegend, als das man an den Vorstellungen noch festhalten könnte. Lange haben wir es versucht und sind dennoch gescheitert.

Nun stehen wir wieder allein auf unseren Beinen da. Zumindest gibt es noch minimale Hoffnung, auf diesen Beinen möglichst bald wieder stehen zu können. Derzeit sind sie nicht spürbare Stelzen, die uns mehr schlecht als recht durchs Leben balancieren.
In eineinhalb Wochen ist der Umzug, bis dahin müssen wir durchhalten. Danach dann sowieso aber daran versuchen wir möglichst noch gar nicht denken.
Wie so häufig verdrängen wir, bis es nicht mehr anders geht, weil es direkt vor der Tür steht.
Das die letzte gemeinsame Nacht mit unserer Partnerin, in gemeinsamer Wohnung vorbei ist, wurde erst heute klar, kurz bevor sie aufbrechen musste. Dadurch das wir dann völlig unvorbereitet sind, erwischt es uns dann gleich mit voller Wucht.
Vielleicht lernen wir irgendwann mal, dass es nicht immer der schlauste Weg ist zu verdrängen und können uns dann einen gesünderen Umgang aneignen.

Nun, es gibt noch einiges um das wir uns kümmern müssen in den nächsten Tagen. Manches, wie z.B. die Anmeldung von unserem Kind in der neuen Schule, ziehen sich in die Länge und es wird immer enger. Das lässt den Stresspegel nicht gerade sinken.

Es ist spät geworden, wir wollten noch andere Themen ansprechen aber für diese paar Zeilen haben wir jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit benötigt.

Als Stichwort, auch für uns selbst, lassen wir „Mutter“ heute stehen. Da haben wir uns eine nicht zu kleine, neue Baustelle aufgemacht.

Für heute lassen wir es gut sein…

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So ist es also…

Wir möchten ein kurzes Lebenszeichen hier lassen, da der ein oder andere schon anfragte, ob es uns noch gibt.

Tja, irgendwie gibt es uns noch, irgendwie, irgendwo.

Uns fliegen die Probleme derzeit extremst um die Ohren, so dass wir schon längst den Überblick verloren haben. Es ist kein Ende in Sicht und vor uns liegt eine harte Zeit der Veränderung die viel Schmerz in sich birgt.

In den vergangenen Tagen ist das Blogschreiben ziemlich zu kurz gekommen. Vieles ist für uns so schmerzhaft oder von Scham besetzt, dass wir uns nicht wagen es zu schreiben. Zu peinlich und/oder zu gefährlich.

Dazu kommt, das wir mit, für uns, so heftigen Themen konfrontiert sind, das es uns schwer fällt auch nur im Ansatz Worte dafür zu finden, die nicht ein, für Aussenstehende, völlig wirres Kauderwelsch wären.

Es ist ein harter Kampf nicht aufzugeben, dem Leben den Rücken zu wenden und sich der Freiheit zu ergeben. Dem nicht sein…

Zweifel an allen Ecken, Zweifel an uns und Konfrontation mit unserer Unfähigkeit.

Manch einer wartet vielleicht noch auf eine Mail von uns oder eine Antwort auf seine Fragen. Das wird noch kommen, muss allerdings in der Prioritätenliste weiter nach unten geschoben werden. Es ist aber nicht vergessen.

Es fehlt gerade einfach an allem und auch, wenn wir das eigentlich ja gar nicht schreiben dürfen, weil der nette Herr Rheumatologe ja sagte, wir sollen mal brav weiter zu unser Psychiaterin gehen, wäre schon alles okay… die Schmerzen treiben uns zeitweise in den Wahnsinn und setzen uns außer gefecht, wenn wir nicht mehr wissen wie wir auftreten sollen, weil die Füße übelst schmerzen, wenn wir das Feuerzeug kaum an bekommen, weil der Daumen nicht genug Druck ausüben kann…

Wie auch immer, soviel erstmal von uns. Wir werden versuchen hier weiter regelmäßig zu schreiben, schaffen es vermutlich aber nicht ganz so häufig wie eigentlich gewünscht.

Erkenntnis über Freundschaft

Und erneut gibt es Anlass für totales Chaos. In einigen Ecken des Systems herrscht Wut, in anderen große Traurigkeit, in einigen auch Angst usw.

Ein Durcheinander von “ Ich hab euch von Anfang an gesagt das Freundschaft nicht existiert! Selbst schuld!“, “ Du weißt doch, am Ende rettet jeder nur seinen eigenen Arsch, ohne Rücksicht auf Verluste!“, “ Warum machen die das, haben die uns nicht mehr lieb?“, “ Sind wir jetzt keine Freunde mehr mit denen?“, “ Luftschlösser bauen. Da habt ihr eure scheiß Bestätigung!“, “ Wir hätten uns von Anfang an raushalten sollen, am Ende sind wir eh die gearschten.“, “ Wieso kann nicht mal einmal Rücksicht genommen werden, wenn wir hundert Mal darum bitten?“ bis hin zu Schuldvorwürfen endend in Selbsthass.

Selbsthass warum? Weil wir so dumm waren und nicht früh genug wahr haben wollten, dass man keine Rücksicht nimmt, dass Freundschaft nichts bedeutet, dass sich das Blatt jederzeit wenden kann, dass wir nicht wichtig sind usw. Es finden sich genug weitere Gründe die wir aufzählen könnten, zumal sich der Selbsthass in den letzten Tagen doch wieder ganz schön potenziert.

Sicher könnten wir auch wütend auf die betreffenden Personen sein und sind dies teilweise auch.

Viel wütender aber auf uns!

Auf unseren dämlichen Wunsch nach Harmonie, unserem dämlichen Glauben an das Gute im anderen, unsere verdammten Schwierigkeiten darin uns abzugrenzen, unserem Wunsch danach gute Freunde zu sein.

Wir solltens vielleicht einfach lassen und einsehen, dass es das, was wir unter Freundschaft verstehen, nicht gibt.

Nächtliche Gedanken

Ich bin traurig, sehr traurig und viele andere von uns ebenfalls. Einigen rinnen die Tränen wie Bäche aus den Augen, andere machen sich zu und zeigen kein Gefühl und dennoch spürt man hinter ihrer Mauer einen großen Schmerz, eine tiefe Traurigkeit, eine schreiende Verzweiflung, eine beißende Sehnsucht.

Es tut weh zu sehen und zu spüren, wie sehr wir uns gegenseitig im Weg stehen, wenn wir unterschiedlichen Vorstellungen nachjagen. Wie sehr der eine darunter leidet, dass ein anderer gerade nicht leiden muss.

Es gibt keine Systementscheidung, immer nur Einzel oder Kleingruppenentscheidungen.

So entstehen Verletzungen auf allen Seiten…
Das macht mich traurig.

Wer die Kontrolle hat beeinflusst unser aller Leben, nicht nur seinen kleinen Teilbereich.

Wer die Kontrolle hat entscheidet nicht immer gegen den Rest. Viele sind bemüht darum möglichst Wege zu gehen, Entscheidungen zu treffen oder Dinge zu sagen, die, ihrer Ansicht nach, Systemkonform sind. Das bedeutet häufig, nicht den Einzelwunsch zu beachten zu können, denn dann würde es zu keinen Entscheidungen kommen können. Einigkeit ist unmöglich.

Vorhin gab es ein Gespräch, ein sehr wichtiges mit einem sehr wichtigen Menschen. Es war weder geplant, noch abgesprochen, war okay aber dennoch nicht in Ordnung.

Denn es ist wieder nur eine Teilentscheidung. Eine die von manchen begrüßt wird, die anderen die Luft zum atmen nimmt und den Boden unter den Füßen entreißt, wieder anderen egal ist, manchen sämtlichen Lebensmut raubt. Und erneut bricht ein innerer Kampf aus…

Gerne würde ich alles wieder in Ordnung bringen, gesprochene Worte zurücknehmen, ihnen ihre Bedeutung rauben, Verletzungen ungeschehen machen.
Normalerweise würde ich genau jetzt alles versuchen um noch zu retten was zu retten ist.
Warum ich es heute nicht tue, vielleicht erst morgen, übermorgen oder auch gar nicht? Wer weiß, vielleicht mag ich nicht mehr, vielleicht fehlt mir die Energie, vielleicht steh ich diesmal auf der Seite derer, die das Gespräch führten, vielleicht gestehe ich mir auch nur ein, dass es Windmühlen sind gegen die ich ständig kämpfe, vielleicht bin ich zu mutlos. Vielleicht ist es auch nur die Erkenntnis, dass wir noch viel zu weit voneinander entfernt sind, als dass das wofür ich kämpfen wollen würde, irgendwann zu einem befriedigenden Ergebnis führt. Vielleicht nehme ich hin, das ich mein Ziel nicht erreichen kann.

Sich angenommen fühlen

Es fällt uns schwer einen Wiedereinstieg zu finden, gibt es doch kein bestimmtes Thema über das wir gerne schreiben möchten. Was aber durchaus auch und vielleicht sogar viel wahrscheinlicher der Fall ist, es sind zuviele Themen die raus wollen und zu wenig Kraft von allen zu schreiben.

Also machen wir es so, wie es uns sonst häufig hilft. Wir fangen erstmal überhaupt an.

Vergangenen Donnerstag hatten wir den Termin mit dem Weissen Ring. Darauf werden wir später oder gesondert nochmal eingehen.

Die Feiertage sind geschafft und liegen nun bereits seit einigen Tagen hinter uns. Wir haben sie gut überstanden, wirklich gut.

Was es uns sicher erleichtert hat war die Herzlichkeit, mit der wir bei unserer Vertrauten und ihrer Familie aufgenommen wurden. Zudem hatten wir mit unserer Therapeutin die Vereinbarung uns täglich kurz per sms mit ihr auszutauschen. Zwei Faktoren die uns zusätzliche Sicherheit boten und vor allem und das war sicher sehr bedeutend, das Gefühl nicht allein zu sein.
Unser Sohn hat sich sehr wohl gefühlt und war rund um die Uhr beschäftigt indem er im Garten graben durfte, mit den Hunden tobte oder das doch recht geräumige Wohnzimmer in eine Playmobil-Spiele-Wiese oder auch Ritterburg verwandelt hat. Wie schnell auch ganz normale Erwachsene wieder zu Kindern werden können, um über Stunden Ritterburg und Ponyhof korrekt zusammen zu setzen war schön zu sehen.

Wir hatten jederzeit die Möglichkeit uns zurückzuziehen, was wir aber deutlich weniger gebraucht haben, als wir es erwartet haben.
Im Gegenteil, wir haben sein dürfen mit den was gerade war, wir haben teilhaben dürfen oder auch nur vom Rand beobachten können. Es wurde nichts von uns erwartet, zumindest hatten wir zu keiner Zeit das Gefühl, sondern wir wurden darin bestärkt uns unseren Raum zu nehmen.

Situationen, die uns selbst unangenehm waren/sind, wurden hingenommen. Es wurde ihnen keine weitere Beachtung eingeräumt, sie wurden betrachtet als das was sie waren, als etwas was nun mal so ist.

Im Nachhinein überrollen uns die Emotionen.
Erinnerungen an unsere Familie und die Zeit der Feiertage dort. Die ständige Unsicherheit, das Eiersuchen mit den anderen Kindern aus dem Ort (keins der gefundenen Eier durfte man behalten), die ständigen Fehler die man machte und für die man später bestraft wurde. Der andauernde Wunsch sich einfach aufzulösen. Erinnerungen an das Taggeschehen die so schmerzhaft sind, das sie uns erneut zerreißen.

Und es ist gut für uns zu sehen, das es Familien und Menschen gibt, bei denen es anders läuft.

Neben dem gut ist es aber auch unbeschreiblich schmerzhaft!

Es tut weh so nah vor Augen zu haben wie es auch hätte sein können. Es ist ein aufschreien innerlich, ein zerreißender alles durchdringender Schrei, eine nicht auszuhaltende Sehnsucht, ein wimmern und ein, in sich selbst verheddertes, zusammengekauertes, vor Kälte zitterndes Bündel.

Und es ist nicht nur alter Schmerz, es ist mehr als das. Es ist Traurigkeit darüber was unser Leben aus uns gemacht hat. Traurigkeit darüber, dass wir uns für so wertlos halten, dass wir uns immer als zuviel empfinden, dass wir kein eigener Mensch werden durften, dass wir keine eigene Persönlichkeit entwickeln durften sondern die Persönlichkeiten gemacht wurden, dass wir nie wissen welcher Charakterzug denn ein eigener ist, dass wir nie sicher sein können, dass wir nie… es gibt zuviele „das wir nie – Sätze“…

…und dennoch ist es gut, tut es gut, dass wir nun gegenteilige Erfahrungen machen dürfen, damit all dieser Schmerz überhaupt erst gesehen werden kann und Raum bekommen kann.

Heute erfahren wir das sich Menschen bewusst Zeit für uns nehmen, dass sie aktiv unterstützen und da sein wollen, dass sie uns Halt anbieten.
Das alles können wir nicht ohne Zweifel annehmen, warten und rechnen jederzeit mit dem großen Knall, der das alles wie eine Seifenblase zerplatzen lässt.

Dadurch das wir für uns selbst so wertlos sind, verstehen wir nicht warum wir für andere wert haben. Und trotz alles Zweifel, wir sehen die Bemühungen, sehen den Wunsch und versuchen zu trauen. Doch je mehr wir das tun, desto unsicherer wird das Eis, desto gefährlicher ein Riss und erst recht der Einsturz.

Das ist ein Risiko das man hat, sobald man sich emotional auf Beziehungen einlässt und es ist ein Risiko das wir schon unendlich viele Male auf uns genommen haben, eines welches uns immer wieder schmerzlich hat aufprallen lassen, uns das ein oder andere Mal ordentlich Federn gekostet hat. Und gleichzeitig sind es die Beziehungen zu oder auch die Sehnsucht nach anderen Menschen, die uns schon immer am Leben gehalten haben.
Die guten Erfahrungen, die uns Menschen erleben lassen, weil sie bereit sind Zeit für und mit uns zu verbringen, weil sie teilweise über das professionelle Maß eines Helfers heraus agieren, machen die alten Erfahrungen nicht weg, nicht weniger schlimm und schmerzhaft. Sie machen sie aushaltbarer, wenn jemand da ist, der mit aushält.

Vertrauen

Vertrauen ist so eine Sache.

Schwer aufzubauen und viel zu schnell zu zerstören.

Und manchmal sind es so kurze Momente in denen dann so vieles in Frage gestellt werden muss. So kleine Momente, die alles verändern!

Die einen zurück schleudern und hart aufschlagen lassen.

Inneres Aufschreien, inneres Tränenmeer, Einsamkeit!

Man kanns noch nicht mal übel nehmen, weils viel zu einfach, viel zu schnell zu zerstören ist. Dafür braucht es nicht viel!

Ich find es schade, es macht mich traurig.

Manchmal sollte man es einfach lassen!

Wie konnte sie nur? Wut auf unsere Mutter

Wir sind wütend, wütend auf unsere Mutter!

Gestern haben wir in einem anderen Blog von Eltern gelesen, die ihr Kind vom Gymnasium nehmen wollen, weil es Ihnen egal ist, obwohl das Kind, mit ein wenig mehr Fleiß, in der Lage wäre weiterhin dort zu bleiben.

Bei uns endete der Weg auf dem Gymnasium in der achten Klasse, zweites Halbjahr. Und warum? Nicht weil wir nicht intelligent genug gewesen wären, nicht weil wir zu dumm sind. Nein! Mich interessiert heute noch, was unsere Lehrer sich damals gedacht haben.

Es gab keinen wirklichen Grund. Nach der siebten Klasse sind wir (mal wieder) umgezogen, wir waren (mal wieder) an einer neuen Schule, ohne irgendjemanden dort zu kennen. Fingen also gerade an uns einigermaßen einzufinden, fanden langsam Anschluss an die Klassengemeinschaft und waren eine durchschnittliche Schülerin, mit schwankender Leistung, allerdings in keinem Fach schlechter als eine Drei.

Dann kam der Tag der Tage, wir haben eine Englischarbeit zurück bekommen. Diese haben wir ziemlich in den Sand gesetzt (wer die wohl geschrieben hat???) und eine fünf geschrieben. Die Panik die in uns vorherrschte, bei dem Wissen nun nach Hause zu müssen, um der Mutter die Arbeit zu präsentieren, war unermesslich hoch. Dennoch, es blieb uns keine andere Wahl, fuhr man Heim und zeigte die Arbeit der Mutter vor.

Sie ist vollkommen ausgerastet, hat uns eine gescheuert, geschrien, gekreischt, Sachen rum geschmissen… uns eingesperrt und ist in die Schule gefahren.

Abends, als sie zurück kam, teilte sie uns beiläufig mit, dass wir nun ab dem nächsten Tag auf der Realschule wären. Sie hatte das alles schon geregelt, uns am Gymnasium abgemeldet, an der Realschule wieder angemeldet.

Damit war es das mit dem Abitur, dass wir so gern gehabt hätten, mit den Freundschaften, die sich gerade entwickelten.

Wieder eine neue Situation, eine neue Schule, eine neue Klasse, neue Lehrer.

Und wir wurden ganz klar gewarnt. Sollte man nochmal eine Arbeit so verhauen, findet man sich ganz schnell auf der Hauptschule wieder. Das passiert nun mal mit dummen Kindern!

Und wir sind wütend!

Sie hat uns damit, neben allem anderen was sie uns sonst noch verbaut hat, sämtlichen Mut genommen, unsere Ziele einfach mal eben von der Liste gestrichen, unseren Wunsch zerstört. Wir haben uns wohl gefühlt auf der Schule, auf dem Gymnasium, in der Klasse, mit den Lehrern und den Mitschülern. Ausnahmsweise sind wir nicht gemobbt worden.

Sie hat es geschafft, dass wir selbst inzwischen glauben zu dumm zu sein, dass wir uns nicht mehr zutrauen irgendwelchen Prüfungen gewachsen zu sein, dass wir lieber flüchten, als eine schlechte oder nicht ganz so gute Prüfung abzulegen.

Noch immer wünschen wir uns das Abitur, seit Jahren wollen wir es nachholen, immer wieder haben wir Anläufe gestartet, immer wieder aufgegeben, weil wir die dauernde Angst vorm Versagen nicht mehr ertragen haben. Und das, obwohl wir bei keiner dieser Prüfungen versagt haben. Aber es könnte ja passieren…

Wie können Eltern so verantwortungslos sein? Wie können sie ihrem eigenen Kind das Leben zerstören und dabei noch ruhig schlafen? Wie nur hat unsere Mutter das ertragen können, uns, ihr eigenes Kind, so kaputt zu machen?

Wir sind selbst Mutter und überlegen so oft, wenn wir unseren Zwerg sehen, wie unsere Mutter uns all das hat antun können. Wie sie ihr eigenes Kind hat quälen, verkaufen, foltern, missbrauchen, erniedrigen, verachten und lieben können.

Wie kann eine Mutter ihr eigenes Kind gezielt so zerstören???