Von außen betrachtet ist alles gut…

Häufig schreiben wir über die Katastrophen unseres Lebens, von denen es doch einige gibt.

Es gibt aber auch viel Gutes in unserem Leben. Es gibt Zeiten, in denen es uns sehr schwer fällt, überhaupt irgendetwas als positiv wahrnehmen zu können. Sollte es dann doch gelingen, besteht die nächste Herausforderung darin, dieses Gefühl zu halten.

Egal, im Moment liegen wir schon ziemlich am Boden. Es fällt schwer die Hoffnung nicht vollends zu begraben. Aber deshalb, genau deshalb ist es so wichtig das positive festzuhalten.

Unser Sohn hat sich hier schon sehr gut eingelebt, immer wieder erwähnt er, wie glücklich er jetzt ist. Das ist gut, nimmt ganz viel Druck und lässt etwas durchatmen. Keine ständigen Telefonate mit Lehrern, Direktoren, Psychologen, Gutachtern… Nein, es geht ihm gut, er fühlt sich wohl. Es war die richtige Entscheidung für ihn zu kämpfen, unserem Gefühl zu vertrauen und nicht darauf zu hören, was irgendwelche Leute sagen, die ihn eine Stunde gesehen haben.

Es war auch gut mit ihm über uns zu sprechen. Dazu ist aber bald ein eigener Artikel fertig.
Es wird wieder Handball gespielt. Bis auf zwei Mal sind wir immer beim Training angekommen und man konnte sich gut in die Mannschaft integrieren.
Wir sind gut darin uns unserem Umfeld anzupassen, jemand zu sein, der selbstbewusst und stark durchs Leben schreitet. Jemand der nicht auf den Mund gefallen ist und sein Leben im Griff hat.

Wenn man so auftritt, kommt es schnell dazu, dass man eingeladen wird, andere etwas mit einem unternehmen wollen, Kontakte entstehen und vielleicht auch Raum für neue Freundschaften entsteht.
Das wiederum schafft uns neue, andere Probleme. Darauf möchte ich aber jetzt an dieser Stelle nicht näher eingehen. Dazu hängt bereits ein halbfertiger Artikel in unseren Entwürfen, zwischen vielen anderen halbfertigen, die sicherlich nach und nach noch fertiggestellt und veröffentlicht werden.
Ich möchte diese Entwicklung als Chance sehen. Ich möchte sehen, dass für uns ein größeres Umfeld auch Schutz bedeutet. Hier fällt es Nachbarn auf, wenn vor unserer Tür Täter rumpöbeln und es kam bereits dazu, dass einer der Nachbarn die Polizei rief.
Polizei rufen, wieder so ein schwieriges Thema aber wir waren es nicht. Nicht wir haben dort angerufen, wir haben nichts gesagt und nichts getan und dennoch kam die Polizei und regelte es.

Wir sind eingespannt im Alltag. Essen kochen, Wohnung putzen, Trainingstermine ( Handball und Fußball) von unserem Sohn und uns, Therapie, Unternehmungen mit neuen Bekannten oder auch dem Sohn allein, neue Freunde von unserem Sohn die häufig zu Besuch kommen.

Seit heute haben wir die Bestätigung in den Abiturlehrgang aufgenommen worden zu sein. Ab August kommt dann also noch die Schule hinzu.
Noch so ein Thema für sich. Ganz viele Ängste und Sorgen sind damit verbunden aber auch das würde diesen Beitrag sprengen und sollte nochmal gesondert angegangen werden.
Aber, auch das ist gut. Wir wünschen uns sehr, endlich das Abitur machen zu können. Wenn wir all die Ängste ausblenden, sind wir froh diese Möglichkeit zu haben!

Es gibt Menschen, die uns sagen, dass sie uns lieben, das wir toll sind, dass sie stolz auf uns sind, sie uns als starke Kämpfer wahrnehmen. Sie sind nicht immer da, versuchen aber, auf ihre unterschiedliche Art uns zu zeigen, dass sie an uns denken und da sind.
Das ist ganz viel wert und damit haben wir mehr als viele andere. Es gibt Menschen denen wir etwas bedeuten, denen wir, so wir wir sind, wichtig sind.

Wenn man also so von außen auf diese Bereiche unseres Lebens schaut, ist doch eigentlich alles super gut.
Die anderen Bereiche haben hier jetzt nichts zu suchen. Alles ist gut!

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Dissoziation bewahrt das Überleben

Es gibt nicht viel neues von uns. Wir kommen mit der neuen aktuellen Situation nicht klar. Überforderung an allen Ecken und Enden, krampfhafte Versuche ein möglichst normalen Alltag zu leben und immer wieder der harte Aufprall bei der Feststellung, dass es nicht funktioniert. Nicht so, wie wir es von uns erwarten.

Die Art wie unsere Beziehung nun ist, verstehen wir nicht. Wir haben keine Erfahrung darin und sind völlig verunsichert in allem was wir tun. Dementsprechend belastend und kraftraubend ist es und aus Verunsicherung entstehen große Probleme.

Ansonsten hat uns die Angst und Panik teilweise so arg im Griff, dass normale Dinge nicht mehr funktionieren.

Wir fühlen uns allein, als hätten wir alles verloren. Zu großen Teilen haben wir es auch und dennoch, wir müssen stehen bleiben.

Keiner weiß wie, keiner hat eine Vorstellung davon was funktionieren könnte. Denn eigentlich sind wir an einem Punkt wo es nicht mehr geht. Das darf aber nicht sein, also muss es…

Wir fühlen uns alleine. Das können wir aber nicht sagen, denn es gibt Menschen, denen wir etwas bedeuten. Zumindest würden wir das hören, wenn wir es sagen würden. Und dennoch, auch wenn es undankbar oder was auch immer ist, wir fühlen uns allein.  Zuviel haben wir in den letzten Monaten verloren. Zu wenig werden wir verstanden, zu wenig finden wir Worte und/oder Kommunikationswege um uns mitzuteilen, ohne falsch verstanden zu werden.

Was tun wir also, als jemand der die Dissoziation perfekt beherrscht? Wir spalten uns weiter, wir dissen uns weg, wir zerstören was noch da ist.

Wir ziehen uns zurück, möchten niemanden sehen, niemanden hören, nichts tun, weg sein, verschwinden in unserer Welt voll von Dissoziation. Immer schwerer wird es nicht darin zu bleiben und den Weg in die Realität zurück zu finden. Immer schwerer fällt es uns nicht jeden von uns zu stoßen. Immer schwerer fällt es uns zurück zu wollen…

… und eigentlich…

eigentlich möchten wir genau das nicht. Uns zurück ziehen, verschwinden…

Eigentlich würden wir gern nicht so allein sein mit allem… eigentlich…

Weil das aber nun nicht ist und das Leben sich nicht danach richtet, was wir gern hätten, müssen wir Lösungen finden die das Überleben weiter sichern.

Wir spalten. Die Sehnsucht muss weg, die Emotionen müssen unter Kontrolle gebracht werden und somit ebenfalls weg.

Ein kalter Roboter entsteht…

 

 

Geschützt: Die Halle (Teil 1)

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Passwortschutz

Es gibt aus aktuellem Anlass nun diese neue Kategorie Erinnerungen.

Sie wird mit einem Passwort geschützt, welches ein anderes ist, als unser Passwort in den anderen Kategorien.

In “ Erinnerungen“ schreiben wir genau über diese und nehmen kein Blatt vor den Mund. Deshalb sollte sich jeder, der uns nach dem Passwort fragt, bewusst darüber sein, hier mit hartem Tobak konfrontiert zu werden und Dinge zu lesen, die er/sie vielleicht lieber nicht gelesen hätte.

Jeden der selbst betroffen ist, bitten wir wirklich gut zu prüfen, ob man sich mit dem Inhalt auseinandersetzen kann und stabil genug ist.

Fragen darf uns jeder nach dem Passwort, allerdings werden wir es nur denen geben, von denen wir selbst glauben, dass es ist in Ordnung ist.
Da es für uns sehr intim und schwierig ist bitten wir darum, zu akzeptieren, sollten wir uns bei jemandem dagegen entscheiden und das Passwort nicht rausgeben.

Sport tut gut weh

Wir sind etwas still momentan. Zum einen liegt es daran, dass wir seit dem Umzug noch kein Internet haben (mit der unzulänglichen Kundenbetreuung bestimmter Internetanbieter könnten wir Bücher füllen), zum anderen daran, dass uns dieses Leben eine Menge abverlangt derzeit und wir kaum die Kraft aufbringen auch noch darüber zu schreiben. Die Feiertage machen uns arg zu schaffen, in einigen Tagen ist der Geburtstag, verbunden mit anderen wichtigen Tagen. Der Druck ist einfach enorm hoch.
Die Psyche spielt verrückt und einige von uns hat es, man hofft nur kurzzeitig, in eine Art Bewustlosigkeit befördert.

Anderes, wohl gutes und eigentlich Inhalt sollte sein, der Sport. Seit dem Umzug wird wieder aktiv Handball gespielt. Die Kondition ist besser als erwartet und auch sonst kommt man gut wieder rein. An zwei Spielen wurde bereits wieder teilgenommen, mit steigender Spielzeit. Nur über die Position wird noch mit dem Trainer verhandelt. Er hätte mich gern auf einer Außenposition wegen meiner Schnelligkeit, dem  guten Wurf und der schnellen  Reaktion. Ich möchte wieder auf einer Halbposition spielen, das liegt mir mehr und da fühl ich mich sicher. All die Jahre in denen ich gespielt habe war das immer meine Position.
Mein Trainer versucht mich zu überzeugen indem er mich immer wieder nach Außen stellt und jedes Tor mit “ und sojemand möchte nicht außen spielen“ und ähnlichem kommentiert. Jetzt liegt es an mir ihm zu beweisen, dass ich auf der Halbposition noch mehr erreiche. Eine andere Damenmannschaft des gleichen Vereins hätte mich auch gern als Spielerin, dort gucke ich mir die Aufstiegsspiele an und entscheide dann. Bei beiden Mannschaften fühle ich mich echt wohl. Es ist verrückt das sie überhaupt wollen das ich für sie spiele. Nachdem ich so lang aussetzen musste ist meine Leistung noch weit von meiner möglichen Leistung entfernt und trotzdem. Bis zum nächsten Saisonanfang kann ich mich wieder fit machen und dann entscheiden für wen ich spielen möchte. Bis dahin lass ich die Trainer sich noch streiten 😉

Das Training ist insgesamt bestimmt gut aber der Körper macht nicht so gut mit. Während dem Training oder den Spielen scheint er kein Problem darzustellen. Danach dafür um so mehr. Wir können nicht mehr unterscheiden woher welcher Schmerz kommt, ob er real ist oder nur Erinnerung. Der Körper schmerzt überall, jeder Schritt ist eine Qual und kein Ausweg ist in Sicht. Die wenigen bekannten, helfenden Mittel haben wir aus finanziellen und verschreibungspflichtigen Gründen grad nicht Daheim. Das bedeutet aushalten… aushalten… irgendwie aushalten.

Das Leben wirkt unecht und fremd auf uns. Ohne Anker, ohne Halt im ständigen Strudel und Überlebenskampf zeigt uns der Körper seine Grenzen. Scheiß Schmerzen! Wir können nicht mehr!

Eigentlich gehts um was anderes… *grummel*

Eigentlich würden wir heut gern von etwas schreiben, für das wir leider keine Worte finden. Wobei, das stimmt nicht so ganz. Wir finden Worte, sie sind da aber sobald sie aus uns herauskommen wollen, verschwinden sie wieder. Sie bilden einen Brei aus Worten die keinen Sinn mehr ergeben, aus Satzfetzen die nicht mehr zusammen passen. Frisch durch den Fleischwolf gepresst, ordentlich durchgeknetet und als nicht wiedererkennbares etwas verschließt es sämtliche Mitteilungswege.

Es geht um Bilder, die uns um die Ohren fliegen. Um Erinnerungen die keine sind, denn es fehlt uns jegliche Verbindung dazu. Wir erkennen keinen Ort, keine Person, keine Situation.
Wir wissen nicht was diese Bilder ausgelöst hat, auch da fehlt uns absolut der Zusammenhang und auch die Energie danach zu suchen.
Wir haben noch soviel um die Ohren, dass gar keine Kraft und Zeit bleibt. Pflichten die weder verschoben noch liegen gelassen werden können. Der Körper schmerzt nur noch, was häufig dann aber auch gar nicht mehr gespürt wird, Dissoziation ist alles und manchmal doch recht hilfreich.
Sämtliche Bitten und Versprechungen nach Innen uns noch die Zeit zu geben, bis es Außen etwas ruhiger ist und wir uns im Anschluss damit befassen können, verlaufen im Sande und finden keine Beachtung.

Der Versuch hier darüber zu schreiben scheitert, weil wir es nicht niederschreiben können.

Also belassen wir es nun dabei. Es bleibt ein Beitrag in dem wir drumherum schwafeln und nicht auf den Punkt kommen, uns selbst die Fallstricke zwischen die Beine werfen und dabei hoffen nicht zu doll auf die Nase zu fallen. Nun ja…

Trau dich…

Wie gestern angekündigt, möchten wir euch heute das Bild zeigen, welches uns vor einigen Tagen geschenkt wurde.

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Hoffentlich ist es gut lesbar.

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